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Windkraft: Informationsaustausch mit Vertretern der Gemeinde Biebergemünd

Windkraft: Informationsaustausch mit Vertretern der Gemeinde Biebergemünd

Die BI "Windkraft im Spessart – In Einklang mit Mensch und Natur" hatte in der vergangenen Woche Vertreter der Gemeinde Biebergemünd zu einem Informationsaustausch über die Planungen für acht Windkraftanlagen zwischen Biebergemünd und Bad Orb eingeladen.

Harth & Schneider

Die Einladung der BI stieß auf großes Interesse, neben Bürgermeister Matthias Schmitt (parteilos) nahmen Mitglieder aller Biebergemünder Fraktionen der Gemeindevertretung und des Gemeindevorstands teil.

BI Vorstand Dr. Berthold Andres stellte zur Einführung den aktuellen Projektstand aus Sicht der BI vor. Aktuell geplant sind acht Windkraftanlagen mit einer Gesamthöhe von 266,5 m und einem Rotordurchmesser von 175 m. Die Anlagen wären damit um etwa ein Drittel höher im Vergleich zu den zwölf Anlagen auf den „Vier Fichten“. Die von den Rotoren überstrichene Fläche bei den neu geplanten Anlagen sei um das Zweieinhalbfache größer, im Vergleich zu den älteren Anlagen auf den „Vier Fichten“. Die optische Bedrängung wäre damit wesentlich stärker. Andres verwies insbesondere auch auf die beiden Petitionen aus 2014 und 2024 gegen den Bau von Windkraftanlagen auf dem Horstberg zwischen Bieber und Bad Orb. Dort hatten jeweils mehr als 1.000 Betroffene aus den verschiedenen Ortsteilen, insbesondere auch aus Bieber, den Erhalt des dortigen Waldgebiets gefordert. Letztendlich würden die hiesigen Bürgerinnen und Bürger übermäßig durch den Windkraftausbau belastet, während andere Gebiete in Südhessen wie dem Hochtaunuskreis von Windkraftanlagen weitestgehend verschont bleiben. Die BI fordert deshalb einen Stopp des Projekts.

Intensiv diskutiert wurde an diesem Abend die Rolle des Flächennutzungsplans Windkraft der Gemeinde Biebergemünd, den das Regierungspräsidium Darmstadt im Jahr 2018 genehmigt hatte. Dieser Flächennutzungsplan verbietet aus verschiedenen Gründen den Bau von Windkraftanlagen im südlichen Bereich der Windkraftvorrangfläche 2-304. Es soll in der Gemeindeverwaltung deshalb geprüft werden, inwieweit die damaligen Kriterien auch bei der jetzt vorgelegten Planung von Perigus Energy greifen. Dies ist insbesondere auch deshalb überaus relevant, da die heutigen Windkraftanlagen wesentlich größer sind. Die Vertreter der BI sicherten zu, der Gemeinde alle Untersuchungsergebnisse der BI aus den letzten Jahren, insbesondere auch zu nachgewiesenen Quartieren der Mopsfledermaus, zur Verfügung zu stellen.

In der weiteren Diskussion teilte Bürgermeister Matthias Schmitt mit, dass es von Seiten des Projektierers Perigus Energy (vormals Örsted) bislang lediglich zwei Kontakte zur Gemeinde gegeben habe: einmal im Jahr 2024 zu Beginn des Projekts sowie erneut im Frühjahr 2026 im Zusammenhang mit dem Eigentümerwechsel und der Übernahme des Vorhabens. Im Rahmen der laufenden Vorbescheidsanfrage wurde die Gemeinde Biebergemünd nicht beteiligt. Auf Nachfrage habe das Regierungspräsidium Darmstadt mitgeteilt, dass eine Beteiligung nicht vorgesehen sei, da keine der geplanten Windenergieanlagen auf Biebergemünder Gemeindegebiet errichtet werden solle. Diese rechtliche Einordnung wurde zwar nachvollzogen. Vertreter der Bürgerinitiative äußerten jedoch Kritik an dem Vorgehen. Aus ihrer Sicht wäre eine frühzeitige Information und Einbindung der Gemeinde sinnvoll gewesen, da Biebergemünd aufgrund der Topografie sowie der räumlichen Nähe zu den geplanten Anlagen voraussichtlich stärker betroffen sein dürfte als manche unmittelbar am Verfahren beteiligte Kommune.

Zum Abschluss des Abends bedankte sich BI Vorstand Andres bei Bürgermeister Matthias Schmitt und den Beteiligten aus allen Fraktionen für den sehr intensiven Austausch zum Vorhaben der Perigus Energy und sicherte allen Fraktionen bei diesem Thema die volle Unterstützung der BI zu.

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Kommentare

0
Jue
Gestern
Die BI hat wie seit jeh den Schuss noch nicht gehört. Immerhin führt Andres jetzt das große Wort vor dem obersten Polterer Zimmermann. Biebergemuend tut gut daran, sich nicht von Bad Orb vor den Karren spannen zu lassen...
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Naturschützer
Gestern
zitiere Jue:
Die BI hat wie seit jeh den Schuss noch nicht gehört. Immerhin führt Andres jetzt das große Wort vor dem obersten Polterer Zimmermann. Biebergemuend tut gut daran, sich nicht von Bad Orb vor den Karren spannen zu lassen...

Plumper Versuch die beiden Kommunen gegeneinander auszuspielen. Gemeinsam sind Bad Orb und Biebergemünd wesentlich stärker im Kampf gegen die geplanten Windräder auf dem Horstberg und das würde natürlich dem Projektierer Perigus Energy den Profit vermiesen.
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