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Bestätigung da: Ärztlicher Bereitschaftsdienst in Bruchköbel wird geschlossen

Bestätigung da: Ärztlicher Bereitschaftsdienst in Bruchköbel wird geschlossen

Die Kassenärztliche Vereinigung Hessen (KVH) bereitet laut eigenen Angaben die ambulante Notfallversorgung im Main-Kinzig-Kreis auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen vor. In diesem Zuge wird die Zentrale des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes (ÄBD) in Bruchköbel Ende Oktober 2026 geschlossen.

"Patienten werden künftig am nahegelegenen Standort in Hanau versorgt. Hintergrund dieser Entscheidung ist das im April vom Bundeskabinett beschlossene 'Gesetz zur Reform der Notfallversorgung'. Das Gesetz, das Anfang 2027 in Kraft tritt, sieht eine stärkere Zentralisierung der ambulanten Notfallstrukturen vor. Ziel des Bundesgesetzgebers ist es, die Patientenströme effizienter zu lenken und sogenannte Integrierte Notfallzentren (INZ) als zentrale Anlaufstellen zu etablieren", heißt es in einer Pressemitteilung.

Strategische Weichenstellung statt kurzfristiger Reaktion

Die KVH agiere hierbei proaktiv: "Statt die gesetzliche Frist passiv abzuwarten, entwickelt sie bereits heute Strukturen, die den Anforderungen von morgen gerecht werden. Die Schließung in Bruchköbel ist kein Rückzug aus der Fläche, sondern ein notwendiger Schritt zur Bündelung medizinischer Ressourcen. Hinzu kommt eine infrastrukturelle Komponente: Der Standort in Bruchköbel entspricht bereits heute nicht mehr den modernen Standards, die an eine zeitgemäße Bereitschaftsdienstzentrale gestellt werden. Um eine hohe Behandlungsqualität und moderne Arbeitsabläufe sicherzustellen, wären am bisherigen Standort ohnehin tiefgreifende Veränderungen und Investitionen notwendig geworden. Wir warten nicht auf Reformen, wir gestalten sie“, betont Armin Beck, Vorstand der KVH. „Mit dem Gemeinsamen Tresen haben wir bewiesen, dass unsere Konzepte für die Notfallversorgung wegweisend sind. Die Anpassung in Bruchköbel ist ein notwendiger Schritt, um die ambulanten Strukturen so zu festigen, dass sie den strengen gesetzlichen Rahmenbedingungen von morgen nicht nur entsprechen, sondern diese bereits heute mit Leben füllen.“

Hanau übernimmt Versorgung

Die medizinische Versorgung für die Bürgerinnen und Bürger in Bruchköbel und Umgebung bleibe lückenlos gewährleistet: "Die ÄBD-Zentrale in Hanau ist personell und organisatorisch bestens darauf vorbereitet, das zusätzliche Patientenaufkommen aufzufangen. Durch die Nähe zum Klinikum und die bereits etablierten Strukturen erfüllt Hanau schon jetzt wesentliche Kriterien der kommenden Reform. Patienten profitieren dort von einer engen Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung, was besonders in dringenden Fällen eine schnellere Diagnostik ermöglicht."

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Kommentare

1
Prof. ad. Wilfried W
1 woche vor
Reminder:

Souverän ist der Bürger.

Er bekommt also das zurück, was er gewählt hat.
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7
Pflegende Bürger
1 woche vor
Die KV pflegt den Realismus der Planungskommission der DDR. Für den Spruch " ... entwickelt sie bereits heute Strukturen, die den Anforderungen von morgen gerecht werden" hat die KV einen Kabarettpreis verdient. Die Anforderungen der Zukunft sind eine steigende Zunahme der älteren Bevölkerung.

Im Klinikum Hanau besteht die enge Verzahnung zwischen ambulanter und stationärer Versorgung darin, daß Patienten nicht aufgenommen oder nach Aufnahme schnellstmöglichst auf die Straße gesetzt werden.

Herr Beck lebt in einer Traumwelt, die nichts mit den gegenwärtigen Engpässen zu tun hat. Die KV ist Teil des Problems, ganz sicher nicht die Lösung.

Bei 87 Kreistagsabgeordneten müssen doch ein paar Abgeordnete dabei sein, die den Mumm haben, die Tatsachen zu benennen.
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0
ra
1 woche vor
Deutschland leistete 2025 nach vorläufigen OECD-Daten rund 29,1 Milliarden US-Dollar (ca. 26 Milliarden Euro) an staatlicher Entwicklungshilfe (ODA-Leistungen). Damit ist Deutschland weltweit einer der größten Geber
Deutschland ist 2025 der weltweit größte Geber von Entwicklungshilfe (ODA) und unterstützt zahlreiche Länder, mit Schwerpunkten auf der Ukraine, Syrien, Indien und verschiedenen Partnerländern in Afrika und Asien
Macht euch mal Gedanken!!!
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2
Pflegende Bürger
1 woche vor
Das wohlfeile Rumgemecker lenkt nur vom Thema ab.
Vorschläge zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung?
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0
ra
1 woche vor
Das hat nichts mit rummeckern zutun, das sind Tatsachen und Verbesserungen hätte ich genug.
Das würde aber hier zu Überforderung der Intelligenz Allergiker führen.
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3
Pflege
1 woche vor
Wo sind Ihre Vorschläge für Verbesserungen?

Die Kommentare sagen deutlich, warum die Gesundheitsversorgung immer schlechter wird. Bis jetzt nur rumgetrolle nebulöser Unzufriedenheit.

Was sagen die Bruchköbler dazu?
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0
ra
1 woche vor
Hurra, weitere Millionen eingespart auf Kosten der Bürger
und nun können unsere Super Politiker weiter Millionen mit brachialer Gewalt ins Ausland verpulvern. Bei dem deutschen Bürger weiter die Daumenschraube zudrehen.Wenn der Otto Normalbürger Geld verschwendet bzw. von einem öffentlichen Institut eine Rechnung nicht bezahlt reist man alles was er an Hab und Gut hat vom Leibe.
Und diese Vollpfosten geben Milliarden aus und grinsen uns noch ins Gesicht
“Zum Wohle der Bürger“ (Wer das auch noch glaubt ist meiner Meinung nach Gehirnamputiert).
Ich bin der Meinung das solche Suspekte, wenn sie unser Geld verpulvern mit allen Konsequenzen mit ihrem Privateigentum haften.
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0
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
1 woche vor
In der allgemeinen Wirtschaft wird dieses vorgehen als Insolvenzverschleppung bezeichnet und ist eine Straftat.
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