Vom Hotel Hirschen in Imst aus spielte das Blasorchester auf mehreren Tiroler Almen. Neben dem Musizieren genossen die Musiker mit ihren Familien Wildwasser-Rafting, Wanderungen, spektakuläre Landschaften und Tiroler Gastfreundschaft.
Das Blasorchester machte sich am Feiertag Fronleichnam in Begleitung von Familienangehörigen auf den Weg nach Imst. Der Reisebus war vollgepackt mit Tubas und Saxophonen, Posaunen und Klarinetten sowie Apfelwein, Wurstspezialitäten und anderen Köstlichkeiten, die freundlicherweise von lokalen Unternehmen gespendet worden waren. Das gesamte Blasorchester war in fröhlicher Stimmung und fest entschlossen, sich die Konzertreise trotz der wenig erfreulichen Wettervorhersage nicht verderben zu lassen.
Doch bereits beim ersten Frühstück in Imst gab es grauen Himmel, Regen und schlechte Nachrichten. Das geplante Open-Air-Konzert auf der Untermarkter Alm (1.491 m) musste abgesagt werden. Doch der bewölkte Himmel sollte die geplanten Aktivitäten nicht aufhalten. Die Sportlichen nahmen die Herausforderung der spektakulären Rosengartenschlucht-Wanderung an und bewältigten Tunnel und Wasserfälle. Währenddessen ließen es sich die übrigen Reiseteilnehmer in der Berghütte gutgehen.
Glücklicherweise brach am Nachmittag die Sonne durch, gerade lange genug, sodass vier Musiker ihre Alphörner auspacken konnten. Die Gruppe spielte ein Ständchen am Eingang der Alpine Coaster Imst, der längsten Alpen-Achterbahn der Welt. Am Abend sorgten im Hotel Hirschen weitere Musik- und Tanzdarbietungen für Unterhaltung. Die Musiker und ihre Partner wurden mit einem herzhaften Abendessen und einem traditionellen Tiroler Abend verwöhnt. Akkordeonmusik, Trachten und Tanzvorführungen der Schuhplattler-Gruppe sorgten für eine ausgelassene Atmosphäre. Auch ohne ihre Instrumente waren die Bläser in bester Stimmenlage.
Der nächste Morgen begann für einige Wagemutige der Gruppe schon früh mit Wildwasser-Rafting auf dem Inn. In zwei Schlauchbooten trotzten sie den Stromschnellen und meisterten die Strömungen. Zum Glück fiel niemand unfreiwillig ins Wasser. Nach einer wohltuenden heißen Dusche schlossen sie sich den anderen an, um am atemberaubend schönen Piburger See zu entspannen. Der Reisebus fuhr dann das Ötztal hinauf in Richtung Timmelsjoch. Das Ziel war das Restaurant Top Mountain Crosspoint (2.175 m). Endlich konnten die Musiker ihre Instrumente auspacken und ihr Konzert geben. Dirigent Benjamin Knorr führte das Blasorchester durch alte und neue Walzer und Polkas. Und natürlich durfte der Marsch „Dem Land Tirol die Treue“ im Programm nicht fehlen.
Am Sonntag reiste das Blasorchester zurück in seine hessische Heimat, mit dem Klang der Alphörner im Ohr und vielleicht noch dem Geschmack von Zirbenschnaps auf den Lippen. Trotz der bedrohlichen Wetteraussichten war die Konzertreise ein voller Erfolg. Das Orga-Team brachte es auf den Punkt: „Ein richtiges Volksfest!“






