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Sexuelle Belästigung im Freibad Gelnhausen: "Prävention kam zu spät"

Sexuelle Belästigung im Freibad Gelnhausen: "Prävention kam zu spät"

Der Akteneinsichtsausschuss „Freibad Gelnhausen“ hat am Mittwochabend (14. Januar) seinen Abschlussbericht in der Stadtverordnetenversammlung der Barbarossastadt Gelnhausen vorgestellt. Ausschussvorsitzender Ewald Desch (SPD) präsentierte die zentralen Ergebnisse der fraktionsübergreifenden Untersuchung zu den verwaltungsinternen Abläufen im Zusammenhang mit der Sicherheitslage im Freibad.

Der Ausschuss hatte insbesondere den Zeitraum zwischen März und Juni 2025 untersucht. Anlass waren die schweren Übergriffe vom 22. Juni 2025, die bundesweit für Aufmerksamkeit sorgten. In dieser Woche wurde zudem bekannt, dass die Staatsanwaltschaft gegen zwei der beschuldigten Männer Anklage erhoben hat. "Der Abschlussbericht kommt zu dem Ergebnis, dass es keine Hinweise auf rechtswidriges oder formell fehlerhaftes Handeln von Verwaltung oder Bürgermeister gibt. Gleichzeitig zeigt die Aktenlage aber, dass es vor den Vorfällen an präventiven Maßnahmen, klaren Weisungen und einer gezielten Vorbereitung gefehlt hat. Die Verwaltung hat korrekt gearbeitet – aber ausschließlich nach Vorschrift“, erklärt Klaus Brune, SPD-Mitglied im Akteneinsichtsausschuss. „Nach dem im März abgelehnten FDP-Antrag zur Sicherheitslage, den wir als SPD unterstützt haben, ist bis zu den Vorfällen im Juni nichts passiert. Das ist aktenkundig.“

Während die CDU vor allem auf das umfangreiche Handeln des Bürgermeisters nach dem Vorfall vom 22. Juni hinweise, verweist die SPD auf die lange Phase des Nichtstuns in den Monaten zuvor. „Das war nicht rechtswidrig, aber politisch unzureichend“, so Brune. Verwaltung und Bäderpersonal seien dadurch nicht optimal auf eine derart eskalierende Situation vorbereitet gewesen. Die SPD betont zugleich, dass der Übergriff durch frühere Maßnahmen vermutlich nicht hätte verhindert werden können. Eine bessere Vorbereitung hätte jedoch mehr Handlungssicherheit im Umgang mit der Situation und möglicherweise auch bei der anschließenden öffentlichen Kommunikation geschaffen.

Nach dem Vorfall habe der Bürgermeister zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, darunter Schulungen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und organisatorische Anpassungen. „Das war richtig, kam aber zu spät“, sagt Brune. Der Akteneinsichtsausschuss empfiehlt für die Zukunft unter anderem eine verlässliche Dokumentation von Vorfällen, verbindliche Schulungsangebote, klar definierte Zuständigkeiten und feste Ansprechstellen für Betroffene, um Prävention und Reaktion strukturell zu verbessern.

Kritisch sieht die SPD weiterhin, dass Bürgermeister Christian Litzinger sich öffentlich beim Springer-Verlag für eine eingereichte Klage entschuldigt habe, bislang aber kein öffentliches Wort der Entschuldigung gegenüber den betroffenen Mädchen und Frauen gefunden habe. „Ein solches Zeichen wäre kein Schuldeingeständnis“, betont Brune. „Es wäre ein Akt der Verantwortung – und überfällig.“ Offen sei zudem nach wie vor die Frage, wer die Kosten für die juristische Beratung und die Klage des Bürgermeisters trägt. Auch hier sieht die SPD weiteren Klärungsbedarf.

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Kommentare

1
Andre
3 monate vor
Das ist ja das Schlimme! Nichts gefunden und trotzdem wird sich maßlos empört und gefordert, sich für etwas zu entschuldigen, wo keine ursächliche Verantwortung zu finden war.

Was soll das SPD???
Wahlkampfmodus sage ich da nur!
Mit diesem Thema!
Ekelhaft!

Wenn ich mir die Wahlplakate in GN anschaue…
inhaltslos und blasse Figuren!
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3
GERTRUD
4 monate vor
Prävention? Dazu hätte gehört, nicht derart viele testosteronintensive junge Männer ins Land zu lassen, denen beim Anblick weiblicher schwimmbadtypisch bekleideter Badegäste die Sicherungen rausfliegen und die hiesige Mädchen und Frauen als Verfügungsmasse (Schlampen) betrachten entsprechend ihrer Sozialisierung. Es gibt bereits Badeanstalten, die den Zugang verwehren, wenn Männergruppen reinwollen. Warum? Wegen mehrfacher Eskalationen und Übergriffen. Als Frau fühle ich mich seit etlichen Jahren weder wohl noch sicher in Schwimmbad, Umkleidekabinen oder Sauna und meide diese Orte. Das ist sehr schade, weil ich früher eine richtige Wasserratte war.
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1
De alde Hanauer
3 monate vor
Oh, man belästigt also Frauen durch Begaffen, Begrabschen?

Tja, warum fallen mir dann Namen von in der Politik tätigen Frauen (echte) ein, die sich darauf freuen?

Mich begrabscht keiner und den kümmerlichen Rest kann jeder sehen, wer mag.
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3
W̷i̸n̵s̷t̵o̴n̸
3 monate vor
zitiere De alde Hanauer:
Tja, warum fallen mir dann Namen von in der Politik tätigen Frauen (echte) ein, die sich darauf freuen?


Die Frauen aus der Politik, die sich darauf freuen, haben das Problem nicht irgendwie sexuell belästigt zu werden.
Darum können sie solche Probleme auch nicht nachvollziehen.


Konsequenzen werden vermutlich schilder sein "Nutzung auf eigene Verantwortung" oder "Grabschen Verboten"
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2
Old white man
3 monate vor
Früher, so früher halt. Hätten wir unsere Mädels beschützt. Den Typen ordentlich den Arsch versohlt. In der Kinzig gibts auch Wasser...

Heute muss man leider Angst haben, dafür selbst belangt zu werden. Also löst das Problem alleine und tragt halt Vollvermummung und Burkini. 50% der Wahlberechtigten sind Frauen. Aber lieber Ikonen hinterherrennen und Pappschilder hochhalten.
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1
Heck
4 monate vor
Prävention?

Wo bitte?
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1
Meine Meinung 2
4 monate vor
Zitat:
Nach dem Vorfall habe der Bürgermeister zahlreiche Maßnahmen auf den Weg gebracht, darunter Schulungen, zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen und organisatorische Anpassungen.
Sind die "organisatorischen Anpassungen" der Austausch der Badleitung und eines Fachangestellten für Bäderbetriebe, die aktuell per Zeitungsinseraten und auch online für Gelnhausen gesucht werden?

https://www.gelnhausen.de/rathaus-politik/aktuelles/ausbildung-stellenangebote/

Also mussten schon wg. des Vorfalls im Juni im Freibad Köpfe rollen. Finde ich persönlich sehr schwach, dass hier die schwächsten Glieder der Kette ausgetauscht werden. Und wenn wir beim Wasser bleiben: Der Fisch fängt ja bekanntlich am Kopf... usw. ...

Ich hoffe nur, dass wegen der Prozesshanselei des Bgms die Gelnhäuser Steuerzahler nicht noch weiter beansprucht werden. Oder zahlt er das alles aus eigenem Portemonnaie?

Vielleicht war ja lt. Abschlussbericht politisch alles einwandfrei, aber die Moral steht wie immer hinten an. Meine Meinung 2: Es sind schon ganz andere wegen sehr viel weniger mit aufrechtem Rückgrat zurückgetreten!
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4
Proximo
4 monate vor
Ich habe hier nicht nur ein mal geschrieben, dass Menschen aus Afrika oder dem nahen Osten andere Moral- und Wertvorstellungen haben als wir, die nicht zu uns passen. Beispiele erspare ich mir, der Vorfall im Freibad in Gelnhausen ist nur ein Fall von Unzähligen.

Aber wenn man darauf hinweist ist man für manche ein blaubrauner, verachtenswerter Demokratieverächter, nicht wahr Markus?
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4
Uk
4 monate vor
Typisch SPD... die Täter können nichts dafür, sie wurden nicht aufgeklärt,das sie nicht einfach fremde Mädchen/ Frauen befummeln dürfen. Und Hinweisbilder in ihrer Landessprache gab es auch nicht....Deutschland ist so durch. In ihrer Heimat hätte die eigene Bevölkerung es so gelöst,das die sich das nie wieder trauen. Aber in Deutschland gibt es seot 2015 zweierlei Maaß....eins für die dummen Deutschen, eins für die armen " Anderen". Deshalb kann man die Parteien nicht mehr wählen, sie machen Politik für Menschen aus anderen Ländern, gegen Einheimische.
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D.A.
4 monate vor
Also im Westen nichts Neues!
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2
Wahlkampf???
4 monate vor
Was war das Geschrei der SPD groß und Rücktritte wurden gefordert. Habe ich das richtig gelesen, der Verwaltung und dem Bürgermeister kann man keine Schuld nachweisen, sondern es ist nur politisch zu sehen. Wenn das der Fall ist, wieso hat die SPD auch nichts unternommen, sie sitzen doch auch im Parlament und hätten Anträge stellen können? Wenn dem Bürgermeister nichts anzulasten ist, warum darf er sich nicht beraten lassen? Das ist alles populistischer Wahlkampf und so einen Bericht zu schreiben ist politisch ein schlechter und durchschaubarer Stil.
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