Den Ermittlungsbehörden wurde bekannt, dass sich bisher nicht identifizierte Täter gegenüber einem 65-jährigen Geschädigten aus dem Hochtaunuskreis als Polizeibeamte ausgegeben und diesen zur Aushändigung seiner Wertgegenstände aufgefordert haben sollen. Der 19-jährige deutsche Staatsangehörige sowie der 22-jährige deutsch-marokkanische Staatsangehörige konnten unter Hinzuziehung von Zivilkräften der Polizei bei der Abholung der Wertgegenstände festgenommen werden. Dabei soll der 19-jährige Beschuldigte Widerstand geleistet haben. ln diesem Zusammenhang kam es zu einer Schussabgabe eines Polizeibeamten in den Boden, wodurch jedoch niemand verletzt wurde. Ein weiterer Beamter soll bei der Festnahme der zwei Männer verletzt worden sein. Er musste nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ambulant in einem Krankenhaus behandelt werden. ln einem weiteren Fall bemerkte der 61-jährige Geschädigte aus dem Hochtaunuskreis die Betrugsmasche der "falschen Polizeibeamten" und informierte die Polizei. Bei einer fingierten Abholung wurde ein 21-jähriger deutscher Staatsangehöriger festgenommen.
Straftaten zum Nachteil älterer Menschen sind ein bundesweit verbreitetes Phänomen. Die Täter setzen insbesondere auf Schockanrufe, Enkeltrick-Betrügereien oder geben sich als falsche Polizeibeamte aus. Immer wieder gelingt es ihnen, ihre Opfer um hohe Geldbeträge oder Wertgegenstände zu bringen. Seit dem Jahr 2025 bündelt die Eingreifreserve der Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main in engem Austausch mit der hessischen Polizei und ausländischen Partnerdienststellen die Ermittlungen gegen diese international agierenden Tätergruppierungen aus dem Bereich der organisierten Kriminalität.



