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Mühlheim: "Maskierter Räuber" löste Polizeieinsatz aus

Mehrere Personen mit Taschenlampen, hektische Bewegungen im Garten und schließlich Lichtschein in einem Wohnhaus: Ein Notruf aus dem Stadtteil Lämmerspiel hat in der Nacht zu Mittwoch einen größeren Polizeieinsatz ausgelöst, der sich letztlich als großes Missverständnis herausstellte.

CID

Ausgangspunkt dessen war der Notruf einer aufmerksamen Nachbarin gegen 0.42 Uhr, wonach sie eine mysteriöse Situation in einem gegenüberliegenden Anwesen beobachtet habe. Nach ihren Angaben hielten sich augenscheinlich mehrere Personen mit Taschenlampen im Garten auf. Wenig später seien die Personen über die Terrasse in das Haus gelangt und hätten dort weiter mit den Lampen geleuchtet. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass es sich um einen Einbruch handelte und die Situation zunächst unübersichtlich erschien, wurden mehrere Streifen zum Einsatzort entsandt. Die eintreffenden Ordnungshüter trafen kurze Zeit später auf den Bewohner im Erdgeschoss des Hauses und konnten das vermeintliche Einbruchsgeschehen rasch aufklären.

Der Grund für die nächtliche Suchaktion war nämlich kein Einbrecher, sondern ein ungebetener Besucher mit Fell: Ein Waschbär hatte sich auf der Terrasse verirrt, woraufhin man versuchte, ihn aufzuspüren und zu vertreiben und es aus Sicht der Nachbarin zu den verdächtigen Beobachtungen gekommen war.

Festnahmen gab es letztlich keine - der gesuchte "Maskierte" war bereits auf vier Pfoten verschwunden. Auch wenn sich der Verdacht nicht bestätigte, verdient die Aufmerksamkeit der Nachbarin Anerkennung, denn hinter der nächtlichen Situation hätte sich ebenso ein tatsächlicher Einbruch verbergen können. Die Verständigung der Polizei unter den gegebenen Umständen war insofern nachvollziehbar und richtig.

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