Damit dieses Engagement nicht an knappen Kassen scheitert, braucht es eine verlässliche finanzielle Grundlage. Bei einer gemeinsamen Veranstaltung auf dem diesjährigen Hessentag in Fulda betonten Vertreter*innen des Landessportbundes Hessen (LSBH), des Hessischen Jugendrings (HJR) und der Liga der Freien Wohlfahrtspflege in Hessen die besondere Bedeutung der Lottomittel für das Gemeinwohl und die Zivilgesellschaft in Hessen.
In einer anschließenden Gesprächsrunde diskutierten die Sportbeauftragte der Hessischen Landesregierung, Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Dressurreiten Ann Kathrin Linsenhoff, die Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Hessischen Landtag, Lisa Gnadl, sowie der Geschäftsführer der LOTTO Hessen GmbH, Martin Blach, über die gesellschaftliche Wirkung der Förderung. Moderiert wurde die Veranstaltung von Dr. Anne Dölemeyer. Für einen stimmungsvollen musikalischen Rahmen sorgte der Kinder- und Jugendchor des Polizeichores Fulda e.V.
„Gerade in Zeiten steigender Kosten, wachsender sozialer Herausforderungen und komplexer Anforderungen an Vereine und Träger sichern Lottomittel Stabilität und Planbarkeit“, so Nils Möller, Vorstandsmitglied in der Liga Hessen. „Diese Mittel (rund 7,3 Millionen Euro) sind eine Investition in den gesellschaftlichen Zusammenhalt und helfen dabei, dass Beratung, Unterstützung und Teilhabe vor Ort ankommen – getragen von starken hauptamtlichen Strukturen und einer großen Zahl Engagierter.“
Auch der organisierte Sport ist in besonderem Maße auf diese Mittel angewiesen. Aus den Lottomitteln fließen rund 27,8 Millionen Euro pro Jahr an den Landessportbund Hessen (LSBH) und die ihm zugehörigen 7.300 hessischen Sportvereine, Verbände und Sportkreise. „Damit sind die Fördermittel keine schöne Zugabe, sondern eine zentrale Säule für die Finanzierung des Vereinssports in Hessen“, sagte LSBH-Präsidentin Juliane Kuhlmann. Sie lobte das „bundesweit vorbildliche Modell, mit dem LOTTO Hessen seit 80 Jahren das Gemeinwohl unterstützt“. Für den Sport betonte Kuhlmann: „Von kostengünstigen Aus- und Fortbildungen und Beratungsangebote über die finanzielle Förderung von vereinseigenen Sportstätten und Übungsleitenden bis hin zur Leistungssportförderung und innovativen Ansätzen für Jugendsport und Bewegungskultur: Vieles wäre in unseren ehrenamtlichen geprägten Strukturen ohne diese Mittel nicht möglich. Für Lotto-Spieler*innen gilt daher: Selbst, wenn du nicht gewinnst, hast du nicht verloren. Denn unsere Gesellschaft profitiert davon und mit ihr jeder und jede Einzelne.“
Die Bedeutung der Lottomittel für die Jugendverbandsarbeit in Hessen betont Nadine Wacker, stellvertretende Vorsitzende des Hessischen Jugendrings: „Die Förderung durch die Lottomittel schafft verlässliche Rahmenbedingungen für ehrenamtliches Engagement, Beteiligung und Bildung junger Menschen. Ob in kirchlichen Jugendverbänden, bei den Pfadfinder*innen, in Jugendfeuerwehren oder vielen weiteren Jugendverbänden – junge Menschen übernehmen Verantwortung, organisieren Freizeiten und Bildungsangebote und gestalten Gemeinschaft vor Ort. Vieles davon wäre ohne diese Unterstützung nicht möglich. Hessen kann stolz auf sein bundesweit besonderes Destinatärmodell sein. Die Lottomittel sind eine wichtige Investition in junge Menschen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.“
Gemeinsam unterstreichen LSBH, HJR und Liga Hessen: Lottomittel stärken Strukturen, die sonst nicht oder nur deutlich eingeschränkt möglich wären – und sie wirken unmittelbar vor Ort. Viele Menschen wissen nicht, wie stark Sport, Jugend und Soziales von Lottomitteln profitieren.
Das Hessische Glücksspielgesetz (HGlüG) in der heutigen Fassung vom 01. Juli 2021 regelt, dass die Überschüsse aus den staatlichen Lotterien in Hessen dem Gemeinwohl zugutekommen – konkret der Förderung von Sport, sozialen und kulturellen Zwecken sowie dem Umwelt- und Naturschutz. So wird aus dem legalen Glücksspiel ein verlässlicher Beitrag für das ehrenamtliche und gemeinnützige Leben in Hessen. Das hessische Modell ist ein Erfolgsmodell. Schon mit der 1949 gegründeten Staatlichen Sportwetten GmbH galt der Grundsatz, dass die Überschüsse aus dem Spiel der Gemeinschaft dienen – ein Gedanke, der im 80. Jahr des Landes Hessen so aktuell ist wie damals.



