Zum wiederholten Mal findet das Sprachcamp im Main-Kinzig-Kreis an den Standorten Gelnhausen und Maintal statt. Ziel des Projekts ist es, Kinder vor dem Übergang in die vierte Klasse in ihrer Sprach- und Persönlichkeitsentwicklung zu stärken. Jeweils rund 30 Kinder verbringen die ersten drei Wochen der Sommerferien in den Räumen der Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen und der Werner-von-Siemens-Schule in Maintal. Dort wird gelernt, gespielt, ein Theaterstück erarbeitet, gemalt und Sport gemacht. Ganz nebenbei erweitern die Mädchen und Jungen ihren Wortschatz, gewinnen Sicherheit beim Sprechen und erleben, wie viel Spaß Sprache machen kann.
Zum Start des diesjährigen Deutschsommers besuchten Landrat Thorsten Stolz (SPD) und Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (CDU) gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern der beteiligten Organisationen beide Standorte. Der Landrat dankte allen Beteiligten für ihr großes Engagement. „Es ist eine großartige Sache, dass sich Kinder in ihren Ferien Zeit für den Deutschsommer nehmen. Es geht ums Deutschlernen, es geht ums Spaßhaben und um die Gemeinschaft, die hier beim Lesen, Theaterspielen und Sportmachen entsteht“, sagte Thorsten Stolz.
Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Jannik Marquart hob hervor, dass der Erfolg des Projekts auf der engen Zusammenarbeit vieler Partnerinnen und Partner beruhe. „Der Deutschsommer lebt vom Engagement vieler Menschen. Mein Dank gilt den Bildungspartnern Main-Kinzig, dem Staatlichen Schulamt, den beteiligten Schulen, der Stiftung Polytechnische Gesellschaft sowie den engagierten Teams an beiden Standorten. Erst dieses starke Netzwerk und das vielfältige Know-how aller Beteiligten machen den Deutschsommer möglich.“
In Maintal nehmen in diesem Jahr fast ausschließlich Schülerinnen und Schüler der Werner-von-Siemens-Schule teil. Hinzu kommen einige Kinder der Fritz-Schubert-Schule sowie der Grundschule Villa Kunterbunt. In Gelnhausen besuchen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Kinzigtalschule (Gründau-Lieblos), die Herzbergschule (Gelnhausen-Roth), die Hasela-Schule (Linsengericht-Altenhaßlau), die Ysenburgschule (Gelnhausen-Hailer) und die Philipp-Reis-Schule (Gelnhausen).
In der Verantwortung für die beiden Standorte sind die Projektkoordinatoren Hami Rezaie in Gelnhausen und İsmail Çörten in Maintal. Gemeinsam mit ihren sechsköpfigen Teams begleiten sie die Kinder durch den Deutschsommer und sorgen mit viel pädagogischem Engagement dafür, dass Lernen und Ferienerlebnis Hand in Hand gehen.
Ein Höhepunkt wartet traditionell am Donnerstag vor dem Ende des Sprachcamps auf die Kinder und ihre Familien: Dann präsentieren die Mädchen und Jungen das im Deutschsommer erarbeitete Theaterstück auf Basis des Astrid Lindgren-Klassikers „Ronja Räubertochter“. Anschließend kommen Familien, Lehrkräfte, Betreuerinnen und Betreuer sowie die Projektpartner bei einem internationalen Buffet zusammen. Die Eltern bringen dafür Speisen aus ihren Herkunftsländern mit – ein kulinarischer Abschluss, der ebenso vielfältig ist wie die Kinder selbst.
Der Deutschsommer ist eine Kooperation des Landes Hessen, vertreten durch das Hessische Ministerium für Kultus, Bildung und Chancen, des Staatlichen Schulamts für den Main-Kinzig-Kreis, der Bildungspartner Main-Kinzig GmbH sowie der beteiligten Schulen. Die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt begleitet das Projekt fachlich und hat den Deutschsommer 2007 initiiert. Lernstandserhebungen zu Beginn und zum Ende des Sprachcamps zeigen regelmäßig, dass die Kinder deutliche Fortschritte in ihrer sprachlichen Entwicklung erzielen. Dass viele Kinder jedes Jahr freiwillig einen Teil ihrer Sommerferien im Deutschsommer verbringen, zeigt, wie gut das Konzept aus Sprachförderung, Kreativität und Gemeinschaft funktioniert.
Landrat Thorsten Stolz (Vierter von links), Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (Mitte), Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Organisationen sowie die Betreuungskräfte erleben gemeinsam mit den Deutschsommer-Kindern an der Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen Ferien, die schlau machen.
Dort, wo Landrat Thorsten Stolz (Sechster von rechts), Kreisbeigeordneter Jannik Marquart (Fünfter von rechts), Vertreterinnen und Vertreter aller beteiligten Organisationen sowie die Betreuungskräfte gemeinsam mit den Deutschsommer-Kindern posieren, wird in der dritten Woche des Sprachcamps „Ronja Räubertochter“ aufgeführt.





