Aber es gibt auch nach wie vor große Armut und enorme Herausforderungen. Diesen Kontrast hat der Langenselbolder Fotograf Axel Häsler in seinen Bildern eingefangen, die jetzt im Main-Kinzig-Forum in Gelnhausen zu sehen sind.
Er kennt das Land seit inzwischen fast 30 Jahren und ist regelmäßig in der Region zwischen Vorderasien und Europa unterwegs. Ihn faszinieren die Gegensätze zwischen Kunst, moderner Architektur, dem Trubel in den Metropolen sowie die bewegte Vergangenheit, das Leben der einfachen Menschen und die Geschichten dazu.
„Wer schon einmal das Land im Kaukasus bereist hat, kann es gar nicht mit nur einem Satz beschreiben. So facettenreich ist Georgien, so ausgeprägt die Kultur und so vielseitig die Natur und die Landschaft. Doch auch starken Kontraste kann man vielerorts begegnen“, berichtet er im Gespräch mit der Kulturbeauftragten des Main-Kinzig-Kreises, Sandra Li Männel. „In den Dörfern inmitten grüner Landschaften am Fuße der Berge des kleinen und des großen Kaukasus spiegelt sich das ursprüngliche Leben wider, wie es schon vor 100 Jahren war. Dann die Großstädte wie Tbilisi (Tiflis), Kutaisi oder Batumi, hier sind der Westen und das moderne Leben ganz nah. Auf den Straßen fahren gleichermaßen Nobelkarossen und Pferdekutschen.“
So sieht man sieht Menschen in ihren ursprünglichen Trachten genauso, wie andere in maßgeschneiderten Anzügen. Das Land mit hohen schneebedeckten Bergen liegt nah zu den Stränden am Ufer des Schwarzen Meeres. Axel Häsler hat den ausgestellten Bildern die Farbe genommen, um so die Kontraste des Landes in minimalistischer Form darzustellen.
„Georgien gilt als die Wiege des Weinanbaus mit einer 8000 Jahre alten Tradition. Ebenso ist die Sage aus der griechischen Mythologie von Jason und seinen Argonauten auf der Suche nach dem Goldenen Vlies in Kutaisi allgegenwärtig. „Dargestellt wird dies durch den Kolchis-Brunnen im Zentrum der Stadt“, erläutert der Fotograf. Die Geschichte soll sich unter anderem hier in der Region des Kaukasus zugetragen haben.
Die zweitgrößte Stadt nach der Hauptstadt Tiflis ist Batumi an der Küste des Schwarzen Meeres. In den letzten Jahren hat sich Batumi zu einem mondänen Badeort entwickelt. Seit 2011 gibt es hier eine neue Sehenswürdigkeit, die seither die Silhouette der Stadt prägt, den 130 Meter hohen Alphabet-Turm, der die 33 Buchstaben des georgischen Alphabets trägt. Auch dieses Motiv ist noch bis zum 12. Juni während der Öffnungszeiten des Landratsamtes zu sehen.
Fotograf Axel Häsler und Kulturbeauftragte Sandra Li Männel präsentieren im Bürgerportal des Main-Kinzig-Forums die Motive aus Georgien.


