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Verkehrsbilanz 2025: Mehr Unfälle, mehr Schwerverletzte

Verkehrsbilanz 2025: Mehr Unfälle, mehr Schwerverletzte

Im Vergleich zum Vorjahr ist in 2025 im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen eine Steigerung (+ 937) bei den polizeilich aufgenommenen Verkehrsunfällen auf 14.797 festzustellen. Mit dem Anstieg um circa 6,7 Prozent kam es demnach etwa alle 36 Minuten zu einem Unfall. Mit dem Anstieg der Gesamtunfälle ist auch eine Zunahme bei den hierbei schwer verletzten Personen von 303 auf 328 zu registrieren. Die Anzahl der getöteten Personen ging um 12 Prozent zurück.

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Hauptunfallursachen

Auch im Jahr 2025 lagen die Hauptunfallursachen bei Verkehrsunfällen mit Personenschäden in der überhöhten oder nicht angepassten Geschwindigkeit, der Missachtung der Vorfahrt, einem zu geringen Abstand sowie einem Fehler beim Wenden oder Rückwärtsfahren. Von den im Berichtsjahr 2.664 Unfällen mit Personenschaden war in 1.523 Fällen eine der vier genannten Ursachen der Grund für den Unfall. Verkehrsunfälle, bei denen als Ursache die überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit angegeben ist, sanken von 1.035 auf 1.013. Glücklicherweise sanken auch die Zahlen bei den Schwerverletzten (- 8) und den getöteten Personen (- 2) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Polizei wird auch zukünftig durch konsequente Geschwindigkeitskontrollen auf das Fahrverhalten der Verkehrsteilnehmenden einwirken. Die Leiterin der Abteilung Einsatz, Carina Lerch, äußerte in diesem Kontext: „Im Straßenverkehr tragen wir nicht nur die Verantwortung für uns selbst, sondern auch für das Leben anderer. Gerade überhöhte Geschwindigkeit entsteht selten zufällig – oft sind es Termindruck oder andere äußere Umstände, die Verkehrsteilnehmenden bewusst schneller fahren lassen. Doch kein Ziel ist wichtiger als Sicherheit und Rücksicht.“ Das Polizeipräsidium Südosthessen verfügt - neben einem teilstationären Geschwindigkeitsmessanhänger (Enforcement-Trailer) - bei der Verkehrsinspektion über fünf mobile Geschwindigkeitsmessgeräte, die in bzw. aus den Fahrzeugen heraus, aber auch außerhalb des Fahrzeugs stehend genutzt werden. Darüber hinaus setzte das Polizeipräsidium Südosthessen insgesamt sieben Handlasermessgeräte wiederkehrend ein. Die mobilen Geräte der Verkehrsinspektion sowie die Handlasermessgeräte der Polizeireviere und Polizeistationen wurden 2025 insgesamt 401mal eingesetzt. Davon 42mal auf Autobahnen, 248mal auf Bundes-, Landes- und Kreisstraßen außerhalb geschlossener Ortschaften sowie 111mal innerorts. Somit wurde im Durchschnitt täglich mindestens eine Messstelle betrieben. Insgesamt wurden 18.087 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet, davon 12.432 Verwarnungs- und 5.655 Bußgeldverfahren. In 877 Fällen lag ein Verstoß im Fahrverbotsbereich vor. Neben den oben benannten mobilen Messgeräten waren das Provida-Fahrzeug und die ViNAS-Fahrzeuge der Operativen Einheit Bundesautobahn insgesamt 949 Messstunden im Einsatz. Hierbei kam es insgesamt zu 1.345 Maßnahmen, aus denen unter anderem 993 Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet und 315 Anträge auf Fahrverbote gestellt wurden.

Verkehrssicherheitsstrategie

In der langfristigen Verkehrssicherheitsstrategie liegen im Polizeipräsidium Südosthessen nach wie vor die „Schwächeren Verkehrsteilnehmenden“, insbesondere die Fußgängerinnen und Fußgängen und vermehrt auch die Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter) im Fokus, da die Unfälle mit Beteiligung von E-Scootern um mehr als 50 Prozent zugenommen haben. „Daneben haben wir ein besonderes Augenmerk auf die Senioren, insbesondere die „Generation 75+“ sowie die „Jungen Fahrer“ gelegt“, teilt die Leitende Kriminaldirektorin mit. Die Teilnahme von Kindern und älteren Menschen sowie Zu-Fuß-Gehende, Radfahrende und Fahrende von Elektrokleinstfahrzeugen am Straßenverkehr unterliegt besonderen Voraussetzungen und Risiken. Die noch nicht ausgereiften, respektive nachlassenden geistigen und motorischen Fähigkeiten führen bei Kindern und älteren Menschen vielfach zu Fehleinschätzungen im Erkennen und Vermeiden verkehrsspezifischer Gefahrensituationen. Gemessen an ihrem Anteil an der Gesamtbevölkerung sind Kinder (Bevölkerungsanteil ~14 Prozent) und ältere Menschen (~22 Prozent) überproportional häufig an Verkehrsunfällen, insbesondere mit schweren Folgen, beteiligt. Auch ist zu beachten, dass Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Fahrradfahrerinnen und Fahrradfahrer im Vergleich zu motorisierten Verkehrsteilnehmenden deutlich weniger geschützt sind. Insbesondere Zusammenstöße mit Kraftfahrzeugen, aber auch Verkehrsunfälle von Fußgängern und Radfahrenden untereinander, haben in vielen Fällen einen Personenschaden zur Folge.

Hierbei ist anzumerken, dass Zu-Fuß-Gehende und Radfahrende annähernd die Hälfte der Unfälle selbst verursachen oder einen nicht unerheblichen Beitrag zur Unfallentstehung leisten. Wesentliche Faktoren sind, neben der mangelnden Regelbefolgung, auch der Verzicht auf reflektierende Kleidung und persönliche Schutzausstattung (z. B. Fahrradhelme). Auch im Jahr 2025 erfreuten sich Fahrrad, Pedelec, E-Bike und andere alternative Fortbewegungsmittel, wie Elektrokleinstfahrzeuge [eKF] großer Beliebtheit. Wie sämtliche Polizeipräsidien des Landes Hessen wird auch das Polizeipräsidium Südosthessen im Jahr 2026 an zwei landesweiten Schwerpunkaktionen „schwächere Verkehrsteilnehmer“ im Frühjahr und Herbst teilnehmen. Zudem stellte der deutschlandweite Aktionstag „sicher.mobil.leben – Zweiräder im Blick“ am 28. April 2026 einen Höhepunkt in diesem thematischen Sachzusammenhang dar. In enger Zusammenarbeit mit dem Stabsbereich Prävention werden bei der Verkehrsprävention folgende Themenschwerpunkte gesetzt und es sind diesbezüglich Veranstaltungen im kommenden Jahr geplant:

Themenschwerpunkte:
- „MAXIMAL mobil bleiben – mit Verantwortung“
- Schulwegsicherung
- Führen von Elektrokleinstfahrzeugen

Fußgängerinnen und Fußgänger

Die Zahl der Unfälle, bei denen Fußgängerinnen und Fußgänger beteiligt waren, lag auch in 2025 auf einem konstanten Niveau (+ 1). Ebenso gab es im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls keine Veränderungen bei den getöteten und schwerverletzten Personen. Bei den Leichtverletzten konnte eine Zunahme um 11,2 Prozent verzeichnet werden. Unfälle, bei denen Fußgängerinnen und Fußgänger beteiligt waren, lagen, gemessen am Gesamtunfallaufkommen, bei rund 2,3 Prozent. Als Hauptunfallursache wurde hier das fehlerhafte Verhalten von diesen registriert.

Radfahrende

Im Vergleich zum Vorjahr konnte bei den Verkehrsunfällen mit Beteiligung eines Radfahrenden im Jahr 2025 ein Anstieg (+ 59) wahrgenommen werden. Während die Anzahl der tödlich verletzten Personen gleich blieb und bei den schwer verletzten sogar um eine Person zurückging, trugen im Vergleich zum letzten Jahr 75 Personen mehr leichte Verletzungen davon. Besonders Kinder und Senioren waren hier im Vergleich zur Bevölkerungszahl überdurchschnittlich häufig als Radfahrende betroffen. Bei den Pedelecs ist ein Anstieg von 10,3 Prozent festzustellen. Die Unfallzahlen in den Kategorien der schwer- und leichtverletzten Personen nahmen jeweils um fünf beziehungsweise vier Fälle zu. Es wurde derweil keine Person getötet. Insbesondere die Altersgruppen der Erwachsenen (64 Prozent) sowie der Senioren (29 Prozent) sind als Nutzende der Pedelecs bei Beteiligung an einem Unfall vertreten.

Elektrokleinstfahrzeuge (E-Scooter)

E-Scooter waren auch in 2025 ein beliebtes Mittel zur Fortbewegung. Die Unfälle unter Beteiligung dieser sogenannten Elektrokleinstfahrzeuge sind im Jahr 2025 von 113 auf 179 und damit um etwas mehr als 58 Prozent gestiegen. Hierbei sind 134 Personen verunglückt. Ein Verkehrsbeteiligter trug tödliche Verletzungen davon. Bei Unfällen unter Beteiligung eines E-Scooters setzen die jeweiligen Fahrerinnen und Fahrer in etwas mehr als zwei Dritteln der Fälle die Unfallursache selbst oder trugen zumindest dazu bei. Als Hauptursachen wurden die Missachtung der Vorfahrt beziehungsweise des Vorranges, ein Fehler beim Einfahren oder Anfahren in den fließenden Verkehr und eine eingeschränkte Verkehrstüchtigkeit der Nutzenden registriert. Die wichtigsten Regeln für dieses Fortbewegungsmittel sind dieser Meldung als Grafik beigefügt.

Kinder und Jugendliche

Bei Unfällen mit Kindern wurde ein Rückgang auf 228 festgestellt, wohingegen die Anzahl mit jugendlicher Beteiligung auf 241 anstieg. Erstmals seit 2023 trugen in 2025 erstmals wieder Kinder und Jugendliche tödliche Verletzungen in Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall davon (+ 3). Bei der Anzahl der Schwer- und Leichtverletzten konnten geringfügige Veränderungen (- 8 und + 13) verzeichnet werden. Mit Aktionen wie „Blitz for Kids“, bei denen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte zusammen mit Schulkindern Geschwindigkeitsmessungen vornehmen und bei Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit eine grüne Karte und bei Verstößen gegen diese eine gelbe oder auch rote Karte an die jeweiligen Fahrzeugführerinnen und -führer verteilen und weiteren gezielten Kontrollen wird das Polizeipräsidium Südosthessen auch in Zukunft zur Sicherheit aller Verkehrsteilnehmenden beitragen.

Senioren ab 65 Jahren

Im Berichtsjahr waren Senioren an insgesamt 3.144 Verkehrsunfällen beteiligt. Dies macht im Vergleich zum Vorjahr ein Plus von knapp 16 Prozent aus. In mehr als der Hälfte der aufgenommenen Unfälle mit Beteiligung einer Seniorin oder eines Seniors setzten diese die Ursache selbst. Zu den häufigsten Unfallursachen zählen Fehler beim Abbiegen, Nicht-Einhaltung des Sicherheitsabstands sowie Vorfahrtsverstöße. Neben dem Auto wurde auch in 2025 das Fahrrad am häufigsten von Senioren als Verkehrsmittel genutzt.

Junge Erwachsene

Junge Fahrerinnen und Fahrer waren an rund 18 Prozent aller Verkehrsunfälle im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen beteiligt, was einem Anstieg von 6,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. In etwas weniger als zwei Dritteln dieser Unfälle setzten die jungen Fahrerinnen und Fahrer die Unfallursache. Die häufigsten Unfallursachen lagen in Fahrfehlern beim Einhalten des Sicherheitsabstands, bei überhöhter Geschwindigkeit, beim Wenden oder Rückwärtsfahren sowie in Vorfahrtsverstößen.

Motorisierte Zweiräder

Bei den Unfällen mit motorisierten Zweirädern, zu denen Mofas, Fahrräder mit Hilfsmotor, Kleinkrafträder bis 45 km/h, Leichtkrafträder bis 125 ccm, Motorräder über 125 ccm und Elektrokleinstfahrzeuge zählen, ist in der Gesamtzahl ein Anstieg von 472 auf 608 zu verzeichnen. Sie machen damit etwa 4 Prozent der im letzten Jahr aufgenommenen Gesamtunfälle aus. Hierbei verloren vier Zweiradfahrende ihr Leben (Vorjahr: drei), 80 (+ 14) wurden schwer und 376 (+ 69) leicht verletzt. In dieser Unfallkategorie liegen die Hauptunfallursachen in der nicht angepassten oder überhöhten Geschwindigkeit, dem Abstand und Fehlern beim Überholen. Das „Anlassen der Motoren“ in Gründau oder die „Biker-Safety-Touren“ sind nur zwei präventive Veranstaltungen, mit denen die Polizei die Motorradfahrerinnen und -fahrer unter anderem über die richtige Schutzkleidung oder Fahrtechniken informiert. Auch wird regelmäßig auf Angebote hinsichtlich eines Sicherheitsfahrtrainings hingewiesen. „Unter Gottes Segen in die neue Saison gehen“ – unter diesem Leitspruch steht die alljährlich in Niedergründau stattfindende Veranstaltung „Anlassen der Motoren“. Nach einem gemeinsamen Gottesdienst fahren die Bikerinnen und Biker in einem Korso unter Begleitung der polizeilichen Krad-Staffel durch die Landkreise Main-Kinzig und Wetterau. Bei den „Biker-Safety-Touren“ fahren Polizisten aus dem Polizeipräsidium Südosthessen mit und geben den Teilnehmerinnen und Teilnehmern Tipps und Ratschläge, wie sie ihr Fahrverhalten sicherer gestalten können. Das Hauptziel dieser Touren ist es, die Teilnehmerinnen und Teilnehmer weiter zu sensibilisieren und so Verkehrsunfälle zu verhindern. Auf häufig genutzten Motorradstrecken führen die Beamtinnen und Beamten zudem gezielte Geschwindigkeitskontrollen durch, um sicherzustellen, dass die Tempolimits eingehalten werden und um die Zahl der Geschwindigkeitsunfälle zu verringern.

Wildunfälle

Bei den Unfällen mit oder aufgrund von Wildtieren ist im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Anstieg um gut sechs Prozent zu verzeichnen. In 2025 wurden im Polizeipräsidium Südosthessen insgesamt 1.398 Wildunfälle registriert. Glücklicherweise fällt die Zahl der verunglückten Personen (zwei schwer verletzte Personen und 19 Leichtverletzte) im Vergleich zur Anzahl der Unfälle weiterhin gering aus. Durch gezielte Geschwindigkeitsmessungen an sogenannten Wildgefahrenstrecken will die Polizei diese Zahlen zukünftig noch weiter verringern.

Unfälle unter dem Einfluss von Alkohol und/oder anderen berauschenden Mitteln (DiS)

Verkehrsunfälle unter dem Einfluss von Alkohol und/oder anderen berauschenden Mitteln sind im Berichtsjahr um 16,7 Prozent auf 517 gestiegen. Vier der Unfälle endeten für einen Beteiligten tödlich, 38 hatten schwere Verletzungen beziehungsweise 136 leichte Verletzungen der Beteiligten zur Folge.
Nach der Legalisierung des Konsums von Cannabis am 1. April 2024 konnte in 2025 eine Zunahme (+ 27) der Unfälle im Vergleich zum Vorjahr registriert werden.

Folgenlose Fahrten unter Alkohol- und/oder Drogeneinfluss

Im letzten Jahr wurden zudem insgesamt 1.224 Verfahren (377 wegen Alkohol, 752 wegen berauschender Mittel und 95mal Mischkonsum) aufgrund folgenloser Fahrten wegen Verdachts des Fahrens unter dem Einfluss von Alkohol und/oder anderen berauschenden Mitteln eingeleitet, ohne dass es zu einem Unfallereignis kam. Zu diesem Ergebnis trugen unter anderem die hierfür spezifisch ausgebildeten Kompetenzteams „Drogenerkennung im Straßenverkehr“ des Polizeipräsidiums Südosthessen bei. Bei diesen handelt es sich um Polizistinnen und Polizisten, die neben ihren originären Tätigkeiten ihre Kolleginnen und Kollegen im Hinblick auf die Erkennung eines unter dem potentiellen Einfluss von berauschenden Mitteln stehenden Verkehrsteilnehmenden ausbilden. Diese Fortbildung wird in der Regel zweimal jährlich angeboten und besteht aus einem Theorie- und einem Praxisteil. Neben den im Rahmen der Fortbildungen stattgefundenen Kontrollen, wurden im vergangenen Jahr erstmals zusätzliche Kontrollmaßnahmen unter der Leitung der Kompetenzteams durchgeführt. Insgesamt wurden neun Kontrollstellen eingerichtet, jeweils zeitgleich im Bereich der Polizeidirektionen Offenbach und Main-Kinzig. Hierbei kam es unter anderem zu 91 Blutentnahmen wegen des Verdachts der Einnahme von Alkohol und/oder anderen berauschenden Mitteln sowie der Einleitung von 25 Verfahren wegen des Verdachts des Fahrens ohne Fahrerlaubnis und der Sicherstellung von über 60 Marihuana-Pflanzen und circa einem Kilogramm Marihuana. Zusammen mit den anderen eingeleiteten Verfahren haben die Kontrollierenden einen wesentlichen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Bereich des Polizeipräsidiums Südosthessen geleistet. Nicht nur deshalb zählt das Präsidium im hessenweiten Vergleich zu den denjenigen, die am meisten Verstöße aufdecken.

Verkehrsunfallfluchten

Trotz eines Anstiegs der aufgenommenen Verkehrsunfallfluchten von 5.949 auf 6.121 liegt die Aufklärungsquote weiterhin bei 41 Prozent. Während es in 5.845 Fällen beim sogenannten Blechschaden blieb, wurden bei 276 Verkehrsunfällen Personen verletzt.

Ausblick für 2026

CrashKurs – Verkehrsunfallprävention für junge Fahrer - weitere Termine

Junge Menschen gehören nach wie vor zu der am stärksten gefährdeten Verkehrsteilnehmergruppe. Von den im letzten Kalenderjahr registrierten Unfällen waren in fast 20 Prozent eine Verkehrsteilnehmerin oder ein Verkehrsteilnehmer im Alter zwischen 14 und 24 Jahren beteiligt. Um diese Zahl zukünftig so gering wie möglich zu halten, wurde in 2025 erstmalig das Präventionsprogramm der Hessischen Polizei, CrashKurs Hessen, durchgeführt. Bei diesem Programm sollen den jungen und meist unerfahrenen Verkehrsteilnehmenden die Unfallrisiken durch Alkohol, Drogen, Ablenkung und Geschwindigkeit nähergebracht werden. Zielgruppe von CrashKurs Hessen sind Jugendliche und junge Erwachsene der Oberstufe sowie Berufsschülerinnen und Berufsschüler. Am 14. April fand die erste Veranstaltung im Jahr 2026 statt. Weitere Termine sind am 25. Juni, am 28. Oktober und am 12. November vorgesehen.

MAX

Bei der „Aktion MAX“ handelt es sich um ein landesweites Verkehrspräventionsprogramm der Polizei Hessen für alle Personen der Generation 65+, die am öffentlichen Straßenverkehr teilnehmen. Die Mobilitätssicherung und die Verkehrssicherheit älterer Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer erlangen aufgrund der demografischen Entwicklung zunehmend an Bedeutung. Sind gegenwärtig noch circa ein Fünftel der Menschen 65 Jahre alt oder älter, werden bis zum Jahr 2050 etwa ein Drittel der Menschen der Generation 65+ angehören. Bedingt durch den Anstieg der Bevölkerungsgruppe der Generation 65+ wird auch der Anteil älterer Menschen, die aktiv und in allen Verkehrsarten am Straßenverkehr teilnehmen, deutlich ansteigen.

Bei Betrachtung der Unfallzahlen stellt die Polizei einen Anstieg der Unfallzahlen der Generation 65+ fest. Das liegt zum einen daran, dass immer mehr Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer dieser Altersgruppe angehören und somit mehr Unfälle passieren. Bei den meisten Seniorinnen und Senioren ab 75 verkürzt sich allerdings die Fahrtstrecke, was bedeutet, dass der Fahrleistungsanteil sinkt. Das heißt zum Beispiel, dass ältere Autofahrerinnen und Autofahrer eine Fahrtstrecke von 8 bis 10 Kilometern am Tag zurücklegen, dabei aber mehr Unfälle passieren. Im Rahmen der Verkehrspräventionsarbeit soll deshalb insbesondere älteren Menschen vermittelt werden, wie maximale Mobilität bei größtmöglicher Verkehrssicherheit verantwortungsvoll zu erreichen ist. Im Rahmen der „Sicherheitswoche im Kurpark“ fand am 3. März die erste diesjährige Veranstaltung statt. Die nächste wird am 13. September stattfinden. „Mit diesen beiden Veranstaltungen und den weiteren gezielten Präventionsangeboten möchten wir insbesondere die Risikogruppen der jungen Fahrerinnen und Fahrer sowie der Seniorinnen und Senioren ab 75 Jahren für die Herausforderungen und Gefahren im Straßenverkehr sensibilisieren“, erklärt Carina Lerch und ergänzt: „Unser Ziel ist es, das Bewusstsein für verantwortungsvolles und sicheres Verhalten im Straßenverkehr nachhaltig zu stärken und damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit aller Verkehrsteilnehmenden zu leisten.“

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