„Die drei neuen Gorillas werden die Frankfurter Gruppe bereichern und mit dem etwa gleichalten AYABU erhält unser Frankfurter ARCO einen neuen Spielgefährten“, sagt Dr. Ina Hartwig, Dezernentin für Kultur und Wissenschaft, „Gorillas sind bei den Zoobesucherinnen und Zoobesuchern beliebt und ideale Boschafter für den Schutz des afrikanischen Regenwalds. Auf den interaktiven Tafeln im Borgori-Wald kann man viel über den Lebensraumverlust der sanften Riesen erfahren und auch darüber, was man selber zum Schutz der Tiere beitragen kann.“
Für die 31 Jahre alte AYA und ihren Nachwuchs war die Eingewöhnung in der neuen Umgebung gemeinsam leichter. Die ersten vier Wochen haben die drei Neuankömmlinge hinter den Kulissen verbracht, heute sind sie in eine der beiden Gorilla-Anlagen gezogen, zunächst noch ohne direkten Kontakt zur Frankfurter Stammgruppe. „Die Integration in die Stammgruppe, die von Silberrücken VIATU angeführt wird, erfolgt behutsam und mit Geduld. VIATU bekommt mit AYA und AYBA gleich zwei neue Weibchen in seinen Harem. Das wird eine Herausforderung, denn die Gruppe muss sich neu strukturieren. Mit der 43-jährigen REBECCA haben wir glücklicherweise ein sehr ausgleichendes Weibchen dabei, das schon bei mehreren Integrationen die Emotionen geglättet hat,“ sagt Zoodirektorin Dr. Christina Geiger.
Gorillas können in Zoos gut mit anderen Tierarten vergesellschaftet werden. In Frankfurt teilen sie sich die Anlage mit einer Gruppe Rotscheitelmangaben. „Die neun Rotscheitelmangaben mischen die Gorilla-Gruppe auf. Obwohl sie viel kleiner und schlanker als die Gorillas sind, lassen sie sich von ihren Mitbewohnern nichts gefallen“, so Geiger. Die Gorilla-Zoopopulation wird durch ein EAZA Ex-situ-Programm (EEP) und ein Internationales Zuchtbuch (ISB) gemanagt. Das Gorilla-ISB wird in Frankfurt geführt.
Der Bestand der Westlichen Flachland-Gorillas im natürlichen Lebensraum ist durch Besiedlung und Rodung der Urwälder stark bedroht. In der Roten Liste der IUCN werden die imposanten Tiere als „vom Aussterben bedroht“ geführt.
Die Gorillas AYA, AYBA und AYABU. Foto Zoo Frankfurt



