"Das kaum erträgliche Gedonner über Gelnhausen in den letzten Tagen war meines Erachtens eine objektiv nicht zu verantwortende Gefährdung für die gesamte Bevölkerung, die nur unverbesserliche Befürworter militärischer Stärke ignorieren können. Meine Gefährtin, ich und ein Enkel wollten in dem Augenblick vorm Haus zu einer Wanderung aufbrechen, als der Enkel und ich sich schnell die Ohren zuhalten mussten und nur den Rückzug ins Haus antreten konnten, um die eigene Gesundheit gegen die bestimmt unzulässige Überschreitung von Lärmpegeln so weit wie noch möglich zu schützen.
Ich vertraue diesbezüglich der Bevölkerung entscheiden zu können, wie dieses Gebahren angemessen zu bezeichnen ist. Dass die Herrschenden so über die Bevölkerung hinweg entscheiden oder nichts dagegen unternehmen, wird vermutlich die Wähler der maßgeblichen Parteien weiter weglaufen lassen."
Horst Valentin
Gelnhausen
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Kommentare
Natürlich können die Flugvorführungen laut sein und nicht jeder empfindet das als angenehm. Das ist ein nachvollziehbarer Punkt. Den Leserbrief von Herrn Valentin halte ich jedoch in seiner Darstellung für derart überzogen, dass man nur hoffen kann, dass es sich um Satire handelt. Von einer angeblich „objektiv nicht zu verantwortenden Gefährdung der gesamten Bevölkerung“ zu sprechen, steht in keinem Verhältnis zu einer genehmigten Veranstaltung, die zeitlich begrenzt stattfand.
Kritik ist legitim, sollte aber sachlich bleiben. Wer jede militärische Präsenz grundsätzlich ablehnt, darf das selbstverständlich vertreten. Daraus jedoch den Schluss zu ziehen, eine traditionsreiche Veranstaltung oder die Besucher pauschal zu verurteilen, wird der Realität nicht gerecht.
Die Flugplatzkerb hat vielen Menschen Freude bereitet und genau das sollte bei der Bewertung dieser Veranstaltung ebenfalls berücksichtigt werden.
Schönen Abend