Dieser uralte Pilgerweg wurde schon vor Jahrhunderten von unzähligen Gläubigen mit demselben Ziel genutzt. Pfarrerin Johanna Wehkamp begrüßte mit dem Hanauer Dechant Andreas Weber die Pilger An der Planstraße - Ecke Guldenstraße mit Blick auf die historische Bonifatiuskirche.
Auf dem Weg machte die Pilgergruppe Station mit Gebeten, die aus Briefen des Heiligen Bonifatius überliefert sind und einem gemeinsamen Lied. Im Mittelpunkt stand das Leben des Heiligen Bonifatius anhand einer modernen Tuschezeichnung, die ihn wagemutig auf einem Floß stehend mit Blick in den Himmel und einem vom Wind gefülltes Segel zeigte. Pfarrerin Wehkamp übertrug persönliche Pilgererfahrungen auf dem Bonifatiusweg auf Gottes Begleitung: „Denn Gott, oben im Himmel, Jesus zu seiner Rechten, hat uns hier auf Erden die Heilige Geistkraft geschickt, damit sie uns umgibt!“ - Christen beider Gemeinden brachten sich mit Fürbitten und Beiträgen ein. Gerade heute, so war man sich in ökumenischer Verbundenheit einig, gelte es, das gemeinsame Fundament des Glaubens im Vertrauen auf das Wirken des Heiligen Geistes zu stärken - wie Bonifatius, der im 8. Jahrhundert den christlichen Glauben in Germanien und in ganz Europa verkündete und einen soliden Grund legte. Wehkamp und Weber machten den Gläubigen Mut, wie Bonifatius den christlichen Glauben in unserer Zeit froh zu leben und zu bezeugen und sich von einer neuen Aufbruchsstimmung und voller Zuversicht im Glauben tragen zu lassen. „Bonifatius hat den Auftrag Jesu erfüllt, das Evangelium in unserer Heimat verkündet. Er zeichnete sich – ganz aktuell – als großer Europäer aus. Der christliche Glaube gehört zu den starken Wurzeln eines geeinten Europas.“
Der Gottesdienst wurde vom Kirchenchor Buchentöne unter Leitung von Frau Carolina Adam umrahmt. Pfarrerin Johanna Wehkamp und Dechant Andreas Weber lobten die hervorragende Ökumene vor Ort in Mittel- und Wachenbuchen. Im Anschluss tauschten sich die Gläubigen beider Konfessionen noch beim Kirchen-Café im Evangelischen Gemeindehaus bei Kaffee und Kuchen aus. „Auch das fördert die Ökumene!“, waren sich die Teilnehmer einig.








