"Alle beteiligten Akteure – dazu gehören Schulen, Unternehmen, Kammern, die Agentur für Arbeit, das Jugendamt, das Staatliche Schulamt sowie das kommunale Jobcenter – werden enger als bislang zusammenarbeiten, um die regionale Fachkräfteförderung zu intensivieren. Das ist das erklärte Ziel der neuen Steuerungsgruppe. Auf diese Weise sollen passgenaue, transparente und niedrigschwellige Unterstützungsangebote für junge Menschen geschaffen werden, damit diese in Ausbildung kommen und bis zum erfolgreichen Abschluss auch bleiben", heißt es aus der Kreisverwaltung.
Sozialdezernent Andreas Hofmann (SPD) betont die Bedeutung dieser Zusammenarbeit auch mit der Stadt Hanau: „Gerade in Zeiten wirtschaftlicher Unsicherheiten, rückläufiger Ausbildungszahlen und steigender Unterstützungsbedarfe bei jungen Menschen ist eine enge Abstimmung aller Beteiligten entscheidend. OloV schafft hier eine verlässliche Struktur, um Angebote besser zu verzahnen und Übergänge erfolgreich zu gestalten. Unser Ziel ist es, nachhaltige Perspektiven für junge Menschen zu schaffen und gleichzeitig die regionale Wirtschaft zu stärken. Das gelingt nur, wenn wir unsere Kräfte bündeln und gemeinsam Verantwortung übernehmen.“
Durch die verbesserte Abstimmung sollen Umwege, Warteschleifen und Ausbildungsabbrüche reduziert und der Einstieg in das duale Ausbildungssystem erleichtert werden. Gleichzeitig trägt die Initiative dazu bei, Betriebe bei der Fachkräftesicherung zu unterstützen. Auch der Schul- und Jugenddezernent Jannik Marquart unterstreicht die strategische Bedeutung: „Unser Anspruch ist es, jungen Menschen frühzeitig Orientierung zu geben und sie individuell auf ihrem Weg in Ausbildung und Beruf zu begleiten. Damit stärken wir nicht nur die Perspektiven der Jugendlichen, sondern auch die Zukunftsfähigkeit unserer Region. Die neue Steuerungsgruppe bietet die Chance, unsere Zusammenarbeit noch verbindlicher und zielgerichteter zu gestalten. Entscheidend ist, dass wir die Bedürfnisse der Jugendlichen konsequent in den Mittelpunkt stellen."
Die Neuausrichtung der Gremien für den Main-Kinzig-Kreis und die Stadt Hanau ermöglichen eine stärkere Fokussierung auf regionale Bedarfe und Herausforderungen. Gleichzeitig bleibt die interkommunale Zusammenarbeit bestehen und wird gezielt weiterentwickelt, etwa bei gemeinsamen Projekten zur Unterstützung der Ausbildungsplatzsuche. Auch die Frage, in welcher Form die beiden OloV-Regionen zukünftig ihre Schnittstellen und Themen gestalten, wird zum Ende des Jahres gemeinsam vom Main-Kinzig-Kreis und der Stadt Hanau in einer gemeinsamen Sitzung beider Regionen diskutiert werden.
OloV-Regionalkoordinator Ludger Stallmann (Main-Kinzig-Kreis) begrüßt die neue Konstellation ausdrücklich: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit in der neu aufgestellten Steuerungsgruppe. Die erweiterte und zugleich stärker regional ausgerichtete Struktur bietet eine gute Grundlage, um die Netzwerkarbeit weiter zu vertiefen und gemeinsam tragfähige Lösungen für den Übergang Schule–Beruf zu entwickeln.“
Mit der neu zusammengesetzten Steuerungsgruppe beginnt nun die Erarbeitung einer neuen regionalen OloV-Strategie für den Main-Kinzig-Kreis. Dabei sollen entlang der Qualitätsstandards der hessenweiten OloV-Strategie bestehende Strukturen weiterentwickelt, Kooperationen vertieft und neue Lösungsansätze für aktuelle Herausforderungen entwickelt werden.



