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Schulstreit in Gründau: Dialog statt weiterer Eskalation

Schulstreit in Gründau: Dialog statt weiterer Eskalation

"Die anhaltende Diskussion um die Schulzuweisung im Bereich Gründau und Gelnhausen zeigt, wie wichtig transparente Entscheidungen und eine frühzeitige Kommunikation mit allen Beteiligten sind", steht für die Kreistagsfraktion von Bündnis90/Die Grünen steht: "Das Wohl der Schülerinnen und Schüler sowie ihrer Familien muss im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehen."

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Vor gut einem Jahr sei es schon einmal um derartige Umlenkungspläne der Kreisspitze gegangene: "Damals sollten Hauptschulwechsler zur Philipp-Reis-Schule in Gelnhausen zum Besuch der Anton-Calaminus-Schule verpflichtet werden. Die mehr als 1.200 Unterschriften der Elterninitiative verdeutlichen, dass viele Familien den Wunsch haben, stärker in die Entscheidungsprozesse einbezogen zu werden. Diese Sorgen gilt es ernst zu nehmen. Gleichzeitig ist die Schulentwicklungsplanung ein komplexer Prozess, bei dem pädagogische, organisatorische und demografische Entwicklungen gemeinsam betrachtet werden müssen", so die Grünen weiter.

„Wenn sich so viele Eltern mit ihren Sorgen an Politik und Verwaltung wenden, ist das ein deutliches Signal. Eine gute Schulpolitik lebt davon, Entscheidungen transparent zu erklären und die Betroffenen frühzeitig mitzunehmen. Nur so kann Vertrauen entstehen“, erklärt die Fraktionsvorsitzende der Grünen Kreistagsfraktion, Mahwish Iftikhar. Die Tatsache, dass die Kreisrealschule in der Vergangenheit bereits sechs Eingangsklassen geführt habe, zeige, dass Schulentwicklungsplanung flexibel auf tatsächliche Entwicklungen reagieren können müsse.

Die Grünen sehen darüber hinaus Verbesserungsbedarf bei der Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren. Der öffentliche Schlagabtausch der vergangenen Wochen habe gezeigt, dass das gegenseitige Vertrauen zunehmend gelitten habe: „Wir bedauern, dass die Diskussion zuletzt überwiegend über Pressemitteilungen und öffentliche Stellungnahmen geführt wurde. Gerade bei einem so sensiblen Thema sollten Konflikte zunächst im direkten Austausch miteinander geklärt werden. Eine öffentliche Eskalation hilft am Ende weder den betroffenen Familien noch den Schulen oder der Verwaltung und erschwert eine gemeinsame Lösung.“

Die Kreistagsfraktion spricht sich deshalb für einen gemeinsamen Dialog aller Beteiligten aus. Kreisverwaltung, Staatliches Schulamt, Schulleitungen, Elternvertretungen und Politik sollten gemeinsam an einen Tisch kommen, um die offenen Fragen transparent zu besprechen und Vertrauen zurückzugewinnen.

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