Der bundesweite Schulaktionstag erinnert an Anne Frank und setzt ein Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus - Anne Frank ist eines der bekanntesten Opfer des Holocaust. Der Anne-Frank-Tag wird vom Anne Frank Zentrum in Berlin organisiert und feiert in diesem Jahr sein 10-jähriges Jubiläum. Das diesjährige Motto ist »Geschichte erzählen«. Der Schulaktionstag stärkt Schülerinnen und Schüler in ihrem Engagement für Demokratie und gegen Diskriminierung. Zur Vorbereitung und Umsetzung des Anne-Frank-Tages stellte das Anne Frank Zentrum im Vorfeld kostenfrei Lernmaterialien für Schülerinnen und Schüler und pädagogische Leitfäden für Lehrkräfte zur Verfügung. Zu den Lernmaterialien zählen eine Plakatausstellung und die Anne-Frank-Zeitung.
Daran hat das Projektteam aus Mitgliedern der Geschichtsfachschaft unter der Leitung von Oberstudienrat Heiko Schmidt angeknüpft. Neben dem Besuch der Plakatausstellung standen Gesprächsrunden, Vorträge, Stadtrundgänge durch Schlüchtern und der Besuch in der Synagoge, die zu einem Begegnungszentrum umgestaltet wird, auf dem Programm. Dabei war der Anne-Frank-Tag lediglich der Abschluss einer vorangegangenen Projektphase, in der sich die Schülerinnen und Schüler u.a. mit dem Hinterhaus in Amsterdam, zum 100. Geburtstag mit Margot Franks Leben sowie mit Orten der Verfolgung in Schlüchtern auseinandersetzten. Oberstudienrat Heiko Schmidt betonte dabei, „dass der Aktionstag uns die Möglichkeit bietet, bekannte Geschichten mit weniger bekannten oder auch vergessenen Geschichten vor Ort zu verknüpfen.”
Gedenken und Reflektieren stehen auf der einen Seite, Handeln und Zeichen setzen wiederum auf der anderen. Dies könnte als Motto eines Schulfestes dienen, das am 24. Juni in Kooperation mit der Stadtschule stattfand und von der Schule-ohne Rassismus-Gruppe der Kinzig-Schule vorbereitet und gestaltet wurde. Im Rahmen der Veranstaltung, die musikalisch von der Young Band der Stadtschule begleitet wurde, fand das Anlegen eines Erinnerungsgartens für die Opfer des Holocaust im Bergwinkel statt – an dem gepflanzten Baum gedachte man nach Ansprache und Gedicht in Form einer Schweigeminute der Opfer der Shoa. Ergänzt wurde das Schulfest durch Stationen, die in Form von Herstelllung von Buttons, Plakaten und Social-Media-Beiträgen zur aktiven Beteiligung einluden. Die Studienrätinnen und Studienräte Lisa Hoffmann, Julia Mathes und Marian Brys, die das Schulfest federführend organsierten, zeigten sich nach der Veranstaltung zufrieden: „Wir sind sehr dankbar, dass wir unsere beiden Schulen für ein solches klares Statement der Erinnerungskultur zusammenbringen konnten.“
Der Garten des Landratsamtes leerte sich langsam an diesem heißen Junitag. Die Schülerinnen und Schüler beider Schulen verließen ihn im Bewusstsein, dass historische Verantwortung jedermanns Angelegenheit ist.











