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Naturparkführer: Grenzübergreifendes Netzwerktreffen

Naturparkführer: Grenzübergreifendes Netzwerktreffen
Naturparkführende des hessischen und des bayerischen Spessarts mit den Geschäftsführenden Annika Ludwig, vordere Reihe, 2. v. l. (Hessen) und Dr. Oliver Kaiser, vordere Reihe Mitte (Bayern).

Staufische Jagd- und Sicherungsburg, Wasserburg, Grafenschloss, prunkvolle Residenz, Fürstenschloss, Altersheim oder Flüchtlingsheim – das Schloss Wächtersbach blickt auf eine außergewöhnlich wechselvolle Geschichte zurück.

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Im Mittelpunkt eines gemeinsamen Treffens der Naturparkführenden aus dem hessischen und dem bayerischen Spessart stand daher die bewegte Vergangenheit des eindrucksvollen Bauwerks, das Kaiser Barbarossa im 12. Jahrhundert errichten ließ.

Nach einem Dachstuhlbrand im Jahr 1939 war das Schloss unbewohnbar geworden. In den Folgejahren wurde das Gebäude unterschiedlich genutzt, bis es ab Ende der 1970er Jahre leer stand und zu verfallen drohte. Erst mit dem Erwerb durch die Stadt Wächtersbach im Jahr 2016 konnte das historische Gebäude durch eine aufwändige Sanierung gerettet und wieder mit Leben gefüllt werden. Heute dient es als Rathaus und Veranstaltungsort.

Während einer rund einstündigen Führung erhielten die mehr als 30 Teilnehmenden von Thomas Janik vom Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach spannende Einblicke hinter die Schlossmauern und in die Geschichte der Region. Dabei erfuhren sie unter anderem, welche Persönlichkeiten einst in dem geschichtsträchtigen Gebäude residierten und warum es zwei unterschiedliche Linien des Adelsgeschlechts gibt: Die ältere, katholische Linie der Isenburger hat ihren Sitz in Birstein, während die jüngere, evangelische Linie der Ysenburger in Büdingen beheimatet ist.

Im Anschluss an die Schlossführung erkundete die Gruppe ein Teilstück der abwechslungsreichen Wächtersbacher Schlosswaldspur. Obwohl es fast den ganzen Tag regnete, meinte es das Wetter während der Wanderung gut mit den Naturparkführenden. Bis kurz vor dem Ziel blieb die Gruppe vom Regen verschont; erst dann zog ein kurzer Schauer auf. Den gelungenen Abschluss bildete eine gemütliche Einkehr im „Schloss Eins“.

Die grenzübergreifende Veranstaltung fand bereits zum dritten Mal in Folge statt und erfreut sich großer Beliebtheit. Sie bietet den Naturparkführenden eine wertvolle Gelegenheit, Erfahrungen auszutauschen, neue Impulse für ihre Arbeit zu gewinnen und die Zusammenarbeit über Landesgrenzen hinweg zu stärken.

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Naturparkführende des hessischen und des bayerischen Spessarts mit den Geschäftsführenden Annika Ludwig, vordere Reihe, 2. v. l. (Hessen) und Dr. Oliver Kaiser, vordere Reihe Mitte (Bayern).

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Thomas Janik vom Heimat- und Geschichtsverein Wächtersbach gewährt den Teilnehmenden spannende Einblicke in die Schlossgeschichte.

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