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Schönste Wiese im MKK liegt in Sinntal-Weichersbach

Schönste Wiese im MKK liegt in Sinntal-Weichersbach

Der Landschaftspflegeverband (LPV) Main-Kinzig-Kreis e.V. hat mittlerweile zum achten Mal zur Wiesenmeisterschaft unter dem Motto „Wer hat die Schönste im ganzen Land?“ aufgerufen. Ziel des Wettbewerbs ist es, Menschen auszuzeichnen, die durch eine vorbildliche extensive und damit sehr schonende Bewirtschaftung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt artenreicher Wiesen und damit zur Förderung der biologischen Vielfalt leisten.

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Der diesjährige Wettbewerb stieß auf eine erfreulich große Resonanz. Die eingereichten Bewerbungen kamen aus dem gesamten Main-Kinzig-Kreis, von Großkrotzenburg bis Schlüchtern, Schlierbach und Mosborn. Das Spektrum der vorgeschlagenen Flächen war beeindruckend: Neben mageren, besonders artenreichen Flächen auf Kalkstandorten im Bergwinkel fanden sich zahlreiche wertvolle Grünlandflächen auf saurem Buntsandstein sowie liebevoll gepflegte Streuobstwiesen. Insgesamt wurden 30 Vorschläge eingereicht und durch den LPV begutachtet. Aus diesem Kreis wählte eine Fachjury sechs herausragende Flächen für die abschließende Bereisung aus. Die Jury bestand aus Maren Nowak (Projektmitarbeiterin des LPV), Henrik Held (Leiter der Abteilung Landwirtschaft im Amt für Umwelt, Naturschutz und ländlicher Raum) und seiner Kollegin, Grünlandbetreuerin Sandra Ullrich.

Während einer Feierstunde in Jossgrund-Burgjoß wurden schließlich die schönsten und ökologisch wertvollsten Wiesen ausgezeichnet. Matthias Metzger, Geschäftsführer des LPV begrüßte die Gäste und bedankte sich beim Amt für Umwelt, Naturschutz und Ländlicher Raum des Main-Kinzig-Kreis für die fachliche Unterstützung des Wettbewerbs.

Den 1. Preis, dotiert mit 500 Euro, erhielt Fred Deuker. Seine Wiese in Sinntal-Weichersbach ist eine magere Rinderweide mit einer außergewöhnlichen Vielfalt von mehr als 60 Pflanzenarten. Dazu zählen unter anderem Kreuzblume, Saat-Esparsette und Bach-Nelkenwurz.

Über den 2. Preis, dotiert mit 300 Euro, durfte sich Paul Müller freuen. Seine Wiese in Jossgrund-Burgjoß dient der Heugewinnung für die Hochlandrinder des ökologisch bewirtschafteten Betriebs. Von der jährlichen späten Mahd profitieren über 40 Pflanzenarten, darunter der Kleine Klappertopf und die Heidenelke.

Der 3. Preis, verbunden mit einem Preisgeld in Höhe von 200 Euro ging an Frank Bertholdt. Die rund sechs Hektar große, wechselfeuchte Wiese in Schlüchtern-Gundhelm wird zur Heugewinnung für die Charolais-Rinder des Ökobetriebs genutzt. Die vorbildliche Bewirtschaftung fördert über 40 Pflanzenarten, darunter die Sumpfdotterblume und die Bach-Nelkenwurz.

Darüber hinaus vergab die Jury in diesem Jahr einen Ehrenpreis an Herbert Flegel. Die in Bad Orb gelegene alte Streuobstwiese zeichnet sich durch eine große Vielfalt an Obstorten sowie unterschiedlich alte Obstbäume aus und wird seit Jahrzehnten mit großem Engagement gepflegt. Durch eine mehrschürige Mahd konnte sich ein besonders artenreicher Unterwuchs entwickeln. Zusätzliche Strukturelemente wie Steinriegel, Hecken sowie zahlreiche Nisthilfen für Vögel und Insekten machen die Fläche zu einem wertvollen Lebensraum für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.

Die Urkunden überreichte der Erste Kreisbeigeordnete Andreas Hofmann (SPD) an die Preisträger. „Ich freue mich, dass wir in diesem Jahr so viele Vorschläge zur Begutachtung vorliegen hatten und dass es Menschen gibt, die sich mit so viel Herzblut und Engagement für artenreiche Wiesen einsetzen. Das stimmt mich zuversichtlich und zeigt, dass Umwelt- und Naturschutz ernst genommen werden im Main-Kinzig-Kreis“, erklärte Andreas Hofmann, der allen Preisträgern dankte und sie beglückwünschte. Zusätzlich zu Urkunde und Preisgeld erhielten die drei Erstplatzierten jeweils ein Hinweisschild, das künftig auf die Auszeichnung ihrer Wiese aufmerksam macht.

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