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Friseur-Innung: Immer weniger Betriebe bilden aus

Friseur-Innung: Immer weniger Betriebe bilden aus
Dirk Specht, Obermeister der Friseur-Innung Hanau.

Dirk Specht, Obermeister der Friseur-Innung Hanau, Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Hanau, Vorsitzender des Gewerbevereins Ronneburg sowie Mitglied im Ausschuss Kommunikation des Landesinnungsverbandes des Friseurhandwerks Hessen sieht seine Branche in der Krise.

"Seit Jahren beobachte ich eine Entwicklung, die aus meiner Sicht nicht nur unsere Branche betrifft, sondern den gesamten regionalen Mittelstand und das Handwerk. Immer weniger junge Menschen entscheiden sich für eine Friseurausbildung. Immer weniger Betriebe bilden aus. Gleichzeitig geraten viele Friseurunternehmen wirtschaftlich zunehmend unter Druck. Besonders problematisch ist dabei die starke Zunahme von Schwarzarbeit sowie von Kleinstbetrieben, die häufig kaum kontrolliert werden und dadurch einen erheblichen Wettbewerbsnachteil für ehrliche, ausbildende Betriebe schaffen", teilt er in einer Pressemitteilung mit.

Corona zeigte, wie wichtig Friseure sind – warum verschwindet der Beruf jetzt trotzdem

Und weiter: "Dabei sollten wir uns alle noch an die Corona-Zeit erinnern. Als die Friseursalons geschlossen waren, wurde vielen Menschen erstmals bewusst, wie wichtig Friseure für den Alltag sind. Die Wiedereröffnung wurde sehnsüchtig erwartet, Termine waren sofort ausgebucht und viele Friseurinnen und Friseure wurden gefragt, ob sie privat oder „heimlich“ Haare schneiden könnten. Heute erleben wir dagegen, dass handwerkliche Dienstleistungen am Menschen häufig nicht mehr die Wertschätzung erhalten, die notwendig wäre, um den Beruf langfristig attraktiv zu halten.

Die Folgen sehen wir bereits deutlich:

  • Nachwuchsmangel
  • Rückgang von Ausbildungsbetrieben
  • Geschäftsaufgaben
  • zunehmende Schwarzarbeit
  • Fachkräftemangel
  • Verlust eines traditionellen Handwerks

Dabei geht es nicht nur um Friseursalons. Es geht um die Zukunft unserer Innenstädte, um Ausbildungsplätze, um faire Wettbewerbsbedingungen und um die Frage, welchen Stellenwert Handwerksberufe in unserer Gesellschaft künftig noch haben."

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Kommentare

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Karlheinz
9 stunden vor
Ich persönlich kenne 3 Friseurbetriebe, die wahrscheinlich auch mangels Nachfolger in naher Zukunft wegfallen werden.

Es sind mehrere Gründe warum dieses Handwerk keiner mehr erlernen möchte.
1. Schlechte Bezahlung
2. Geringe Gesellschaftliche Anerkennung
3. Das größte Problem sind due ganzen " Barber Shops " keiner kontrolliert den Meisterzwang, ob Tarife und Arbeitszeiten eingehalten werden.

Ein gutgeführtes Friseurgeschäft ist somit einfach nicht Konkurrenzfähig.
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Prof. ad. Wilfried W
10 stunden vor
Da haben Sie in Ihrer Aufzählung Ihren Wettbewerb vergessen, der nach allg. Erkenntnis auch gern
einem Nebenerwerb nachgeht.

Wie wäre es mit einer Geschäftsausweitung neben der reinen Friseur-Tätigkeit (Diversifikation)?
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Karlheinz
9 stunden vor
Könnten Sie das bitte genauer erläutern???
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Prof. ad. Wilfried W
8 stunden vor
Diversifikation (= Geschäftsausweitung/-ergänzung) wäre hier eine normale entwicklungsbedingte
Anpassung an bestehende Märkte oder noch zu entwickelnde Märkte = meine Tätigkeit national +
international (Neuro = Hirnforschung, Marketing = Märkte machen).
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Karlheinz
6 stunden vor
Danke für ihre Erläuterung.

Grundsätzlich haben Sie recht, jedoch ist das nicht in jedem Salon umsetzbar, gleichzeitig frage ich mich was zusätzlich angeboten werden sollte.
Kosmetik?
Massagen?
Hierfür muss extrem in Personal, Hardware investiert werden.
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