Wie das Hessische Statistische Landesamt weiter mitteilt, wurden im vergangenen Jahr insgesamt 9.131 Gebäude und Baumaßnahmen in Hessen abgeschlossen. Darunter befanden sich 3.423 neue Wohngebäude mit 12.917 Wohnungen sowie 1.039 neue Nichtwohngebäude mit 243 Wohnungen.
Die meisten neuen Wohnungen entstanden im Jahr 2025 in Frankfurt am Main (3.481 Wohnungen), die wenigsten im Werra-Meißner-Kreis (54 Wohnungen). Den größten Zuwachs an neuen Wohnungen im Vergleich zu 2024 verzeichnete Darmstadt mit einem Plus von 379,8 Prozent (2024: 168 Wohnungen, 2025: Wohnungen 806). In Kassel war der Rückgang neu fertiggestellter Wohnungen im Vergleich zum Vorjahr mit einem Minus von 85,6 Prozent besonders stark (2024: 445 Wohnungen, 2025: 64 Wohnungen).
Neue Ein- und Zweifamilienhäuser wiesen einen deutlichen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr auf. Mit 2.313 fertiggestellten Einfamilienhäusern waren es im Jahr 2025 insgesamt 26,7 Prozent oder 844 Häuser weniger als 2024. Die Zahl neuer Wohnungen in Zweifamilienhäusern sank gegenüber dem Vorjahr um 37,0 Prozent auf insgesamt 748 Wohnungen.
Wohnungsfertigstellungen seit 2022 wieder im Rückgang
Ein Blick auf die langfristige Entwicklung zeigt, dass die Zahl der Wohnungsfertigstellungen in Hessen im Zeitverlauf deutlich schwankt. Im Jahr 1995 waren 42.552 Wohnungen fertiggestellt worden. Im Jahr 2000 waren es mit 25.669 bereits deutlich weniger gewesen und in den Folgejahren sank ihre Anzahl kontinuierlich bis zum bisherigen Tiefstwert von 11.002 Wohnungen im Jahr 2009. Ab 2010 gab es eine nahezu fortlaufende Erholung bis 2021 auf 22.952 fertiggestellte Wohnungen. Seit dem Jahr 2022 sind die Wohnungsfertigstellungen in Hessen wieder rückläufig.
Die durchschnittliche Wohnungsgröße der neuen Wohnungen lag 2025 bei 94,3 Quadratmetern. Die im Schnitt größten Wohnungen in Hessen entstanden im Hochtaunuskreis mit durchschnittlich 138,1 Quadratmetern, die kleinsten in Wiesbaden mit durchschnittlich 72,2 Quadratmetern.
In neuen Wohngebäuden wurde Umweltthermie am häufigsten als primäre Energiequelle für Heizung und Warmwasser eingesetzt. Ihr Anteil bei der Heizenergie blieb nahezu konstant und erhöhte sich leicht von 64,6 Prozent im Jahr 2024 auf 64,7 Prozent im Jahr 2025. Bei der Warmwasseraufbereitung sank der Anteil der Umweltthermie von 63,0 Prozent im Vorjahr auf 62,7 Prozent im Jahr 2025.



