Da die Raupen dieses Nachtfalters feine Gifthaare besitzen, die bei Berührung oder Einatmen heftige allergische Reaktionen auslösen können, bittet das Forstamt die Bevölkerung um erhöhte Achtsamkeit. Einige Kommunen haben bereits gezielte Bekämpfungsmaßnahmen eingeleitet.
Um die Ausbreitung einzudämmen und die Bevölkerung an stark frequentierten Orten wie Spielplätzen, Waldparkplätzen oder viel genutzten Waldrändern zu schützen, sind in mehreren Kommunen bereits Spezialfirmen im Einsatz. Die Nester werden dabei meist im Absaugverfahren mechanisch entfernt, biologisch oder chemisch behandelt. Eine flächendeckende Bekämpfung im Wald ist jedoch weder ökologisch sinnvoll noch durchführbar. Der Eichenprozessionsspinner gehört zu den waldtypischen Gefahren, weshalb hier die Eigenverantwortung der Waldbesucher im Vordergrund steht.
„Die Raupenhaare enthalten das Nesselgift Thaumetopoein, das weit über die eigentliche Fraßzeit hinaus aktiv bleibt“, erklärt die zuständige Försterin des Reviers Linsengericht, Charlotte Loris. „Ein Kontakt kann zu stark juckenden Hautausschlägen, Atembeschwerden oder Augenreizungen führen. Auch für Haustiere, insbesondere Hunde, besteht beim Schnüffeln im Unterholz eine erhebliche Gesundheitsgefahr, da die Nester und Haare oft über längere Zeit hinweg in den betroffenen Arealen verbleiben.“
Für den Waldbesuch empfiehlt das Forstamt großen Abstand zu befallenen Eichen sowie sichtbaren Gespinstnestern an Stämmen oder Astgabeln einzuhalten und diese auf keinen Fall zu berühren.


