1.582 – das ist die magische Zahl, die es am kommenden Sonntag zu überbieten gilt. 1.582 Zuschauer hatten vor einem Jahr den Weg ins Herbert-Dröse-Stadion gefunden, um die erstmalige Austragung des „IcedUp“-Bowls zwischen den etablierten, seit 1999 bestehenden Hanau Hornets und den 2014 offiziell als Verein aus der Taufe gehobenen Hanau Ravens mitzuerleben. Und das Bruderduell der beiden Hanauer Footballmannschaften hielt, was es versprach. Sowohl die Anhänger der Hornets, die einen 34:20-Sieg ihrer Mannschaft feiern durften, als auch die Ravenfans, die Zeuge eines spielstarken Auftritts ihres Teams und eines offenen Schlagabtauschs mit lange ungewissem Ausgang wurden, verließen das Stadion mit zufriedenen Mienen.
Die Messlatte liegt also hoch – sowohl was das spielerische Niveau als auch den anvisierten Zuschauerzuspruch angeht. „Schon klar, wir haben uns da ein ambitioniertes Ziel gesetzt“, räumt Hornets-Präsident Atif Naeem freimütig ein. „Aber wir haben beim Saisonauftakt gegen Universe bewiesen, dass wir die Tribüne des Herbert-Dröse-Stadions bis zum letzten Platz füllen können. Wir haben gegenüber dem Vorjahr das Rahmenprogramm unserer Spiele deutlich erweitert, um den Spieltag so familienfreundlich wie möglich zu gestalten und Familien mit Kindern auf ihrem Sonntagsausflug eine gute Alternative zu bieten. Auch das bedeutet „Football is family“. Und wir freuen uns, erneut Oberbürgermeister Maximilian Bieri (SPD) als Gast im Stadion begrüßen zu dürfen, zeigt es doch die Wertschätzung, die American Football in Hanau genießt. Was den sportlichen Aspekt angeht, haben wir uns seit der Vorsaison deutlich weiterentwickelt. Das Meisterschaftsteam aus dem Vorjahr ist weitgehend unverändert geblieben und noch weiter zusammengewachsen. Die Coaches um Andy McMillan haben in der Offseason konzentriert am Feinschliff gearbeitet. Ich denke, wir sind bereit, um am Sonntag für ein hochklassiges American Footballfest zu sorgen!“
Mit den Hanau Ravens stellt sich der derzeitige Tabellenführer der Landesliga Mitte vor: Gegen die Gernsheim Gladiators landeten die Ravens einen 21:12-Heimsieg, auswärts brachten sie Gernsheim gar eine 26:3-Niederlage bei und stellten ihre Bilanz damit auf 2-0. Zwar besitzt die Tabelle in dieser frühen Phase der Saison noch wenig Aussagekraft, dennoch wertet Headcoach Andy McMillan diese Momentaufnahme als deutliches Indiz, dass die Ravens nichts von ihrer Spielstärke eingebüßt haben: „Wir haben noch sehr gut in Erinnerung, wie schwer wir uns im Vorjahr gegen die Ravens getan haben. Wir müssen hellwach sein – und vor allem müssen wir unsere eigenen Stärken aufs Feld bringen. In der Offense wird es darauf ankommen, so wenig ausrechenbar wie möglich zu bleiben und auf einen gesunden Mix aus Pass- und Laufspiel zu setzen. Wenn es unserer Defense dann noch gelingt, dem gegnerischen Angriff seine Grenzen aufzuzeigen, bin ich sehr zuversichtlich, dass auch der diesjährige „IcedUp“-Bowl in unserer Vitrine stehen wird“, grinst McMillan lausbübisch, ohne zu viel zu verraten. Ob seine Taktik aufgegangen ist, wird man am Sonntag erfahren.


