TPL_VORSPRUNG_SKIP_NAV
Keiler Bier

Hanauer Ruderclub Hassia: Rastetter und Klein für U23-WM nominiert

Hanauer Ruderclub Hassia: Rastetter und Klein für U23-WM nominiert

Großer Erfolg für den Hanauer Ruderclub Hassia: Gleich zwei Athleten des Vereins wurden vom Deutschen Ruderverband für die U23-Weltmeisterschaften nominiert, die vom 23. bis 26. Juli in Duisburg ausgetragen werden. Auf der traditionsreichen Regattabahn Duisburg-Wedau treffen sich die besten Nachwuchsruderinnen und -ruderer der Welt, um ihre Weltmeister zu ermitteln.

VR Bank Main-Kinzig-Büdingen eG

Mit Jakob Rastetter und Julius Klein stellt die Hassia damit gleich zwei Athleten für die deutsche Nationalmannschaft – ein weiterer Beleg für die erfolgreiche Nachwuchsarbeit des Vereins und des hochdekorierten Trainerteams um Volker Lechtenberg, Robby Gerhardt und Nick Stollenmeyer. 

Jakob Rastetter sicherte sich seinen Platz in der deutschen WM-Mannschaft über das offizielle Ranking des Deutschen Ruderverbandes. Dieses setzt sich aus drei zentralen Leistungsnachweisen zusammen: dem 2.000-Meter-Ergometertest, der ersten Rangliste im Rahmen der Deutschen Kleinbootmeisterschaften („Frühtest“) im April sowie der zweiten Rangliste Ende Mai in Ratzeburg.

Bereits beim Ergometertest im April hatte Rastetter mit einer persönlichen Bestzeit von 6:06 Minuten ein erstes Ausrufezeichen gesetzt. Bei den Deutschen Kleinbootmeisterschaften bestätigte er seine Leistungsfähigkeit und sorgte schließlich bei der zweiten Rangliste in Ratzeburg für einen echten Paukenschlag. Dort gewann der Hanauer überraschend die nationale Rangliste im Einer und schob sich damit entscheidend in Richtung WM-Nominierung.

Die Nominierung ist ein weiterer Höhepunkt in der Karriere des Hanauers. Bereits 2023 hatte Rastetter bei den Junioren-Weltmeisterschaften die Silbermedaille gewonnen und sich damit erstmals international in der Weltspitze etabliert. Der Bundeskaderathlet besuchte bis zum Abitur vor wenigen Wochen die Karl-Rehbein-Schule als Partnerschule des Leistungssports und konnte dort die Schulzeitstreckung für Leistungssportler in Anspruch nehmen. Dieses Modell ermöglichte es ihm, Schule und die hohen Trainingsumfänge des internationalen Leistungssports erfolgreich miteinander zu verbinden.

Die Belohnung für seine starke Saison folgte nun mit der Berufung in den deutschen U23-Doppelvierer. Dort wird Rastetter aller Voraussicht nach gemeinsam mit Paavo Schewe aus Rostock, Yannik Sens aus Berlin und Mads Schmied aus Potsdam an den Start gehen. Der deutsche Doppelvierer zählt traditionell zu den stärksten deutschen Skullbooten auf internationaler Ebene und darf sich auch in Duisburg berechtigte Hoffnungen auf eine vordere Platzierung machen.

Ebenfalls über die Nominierung freuen darf sich Hassia-Athlet Julius Klein. Der Junioren-Vizeweltmeister des Jahres 2024 hatte bereits im Frühjahr seine herausragende körperliche Verfassung unter Beweis gestellt. Mit einer Zeit von 5:59 Minuten über die 2.000 Meter auf dem Ruderergometer stellte er nicht nur eine persönliche Bestleistung auf, sondern schaffte auch den Sprung in den exklusiven Kreis der deutschen „Sub-6“-Ergofahrer.

Auch auf den beiden Ranglistenwettkämpfen präsentierte sich Klein auf hohem Niveau und platzierte sich trotz starker Konkurrenz unter den Athleten mit berechtigten WM-Ambitionen. Damit empfahl er sich ebenfalls für einen Platz im deutschen Doppelvierer.

Die endgültige Bootsbesetzung wurde allerdings durch eine besondere Konstellation beeinflusst: Mads Schmied, der bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften den Titel im Einer gewann, verzichtet auf einen Start im Einer bei den U23-Weltmeisterschaften und nimmt stattdessen sein Startrecht im Doppelvierer wahr. Dadurch bleibt Julius Klein zunächst die wichtige Rolle des Ersatzmannes der deutschen U23-Skullmannschaft. Aufgrund seiner bisherigen Leistungen und seiner Vielseitigkeit gilt er jedoch als wertvolle Option innerhalb des deutschen Teams.

Für beide Hanauer Athleten hat die unmittelbare WM-Vorbereitung bereits begonnen. Seit dem 30. Juni absolvieren Jakob Rastetter und Julius Klein gemeinsam mit der deutschen U23-Nationalmannschaft ein Trainingslager an der Ruderakademie in Ratzeburg. Ab dem 5. Juli folgt die finale Vorbereitungsphase im Trainingslager in Breisach, bevor Ende Juli auf der Regattabahn Duisburg-Wedau der sportliche Höhepunkt der Saison ansteht.

Trainer Volker Lechtenberg zeigte sich entsprechend zufrieden: „Die Nominierung von gleich zwei Athleten für die U23-Weltmeisterschaften ist eine großartige Bestätigung der Arbeit der vergangenen Jahre. Jakob hat sich seinen Platz mit überragenden Leistungen und großem Kampfgeist verdient. Julius hat ebenfalls eine hervorragende Saison absolviert und sich seinen Platz in der Nationalmannschaft hart erarbeitet. Wir freuen uns sehr auf die Weltmeisterschaften und werden die beiden auf ihrem weiteren Weg bestmöglich unterstützen.“

Artikel teilen: Teilen Tweeten Teilen
Ihnen ist etwas Interessantes aufgefallen im Main-Kinzig-Kreis? Schreiben Sie uns an info@vorsprung-online.de
Zeig dein Herz und spendiere der Redaktion einen Kaffee! Jede Unterstützung hilft uns, weiterhin unabhängig aus der Region zu berichten.
☕ Kaffee spendieren
MKK-Jobs